Die eigene Photovoltaikanlage: Anforderungen und Finanzierung

Solardach – Foto: Mario De Mattia

(WK-intern) – Eine eigene Solarstromanlage kann sich für Hauseigentümer auszahlen, nicht nur energietechnisch. Die Einspeisevergütungsregelung des Bundes garantiert Solaranlagenbetreibern auf 20 Jahre eine bestimmte Vergütung für den ins Netz eingespeisten Strom. Staat und private Geldinstitute fördern den Einbau von PV-Anlagen. Sie werden so zu einer langfristigen Kapitalanlage.

Dachinspektion

Vor dem Kauf einer Anlage sollte der Hauseigentümer zuerst das Dach durch einen Energieberater auf Eignung überprüfen lassen. Wichtig sind dabei der Neigungswinkel, die Größe und die Ausrichtung des Daches. Außerdem wird auf mögliche Schattenquellen und die Sonnenstunden der Region geachtet. Nach diesen Punkten richtet sich, ob sich eine PV-Anlage überhaupt lohnt. Sollte sich das eigene Dach nicht für die Installation eignen, kann man sich auch eine Dachfläche pachten und mit einer Anlage versehen. Ob sich dies allerdings auszahlt, muss man sich errechnen.

Größe der Anlage bestimmen

Anlagenleistungen werden in Kilowatt-Peak (kWp) gemessen. Für Kilowatt-Peak wird etwa eine Dachfläche von 10 qm benötigt. Mit dem Photovoltaik Rechner von Strom-Magazin kann man sich vorab die Investitionskosten, die Leistung und die Vergütung der geplanten Anlage ausrechnen. Der Rechner berücksichtigt dabei Neigungswinkel, Dachfläche, Ausrichtung und Sonneneinstrahlung. Mehr dazu auf http://www.strom-magazin.de/. Wer sein ganzes Dach mit einer Anlage versehen möchte, schaut am besten in die Pläne oder errechnet die Dachfläche mittels Google Earth oder ähnlichen Tools. Durchschnittlich kann ein Anlagenpreis von etwa 1.000 Euro/kWp kalkuliert werden. Dazu holt man am besten mehrere Angebote von Installateuren ein. Wichtig sind neben dem Gesamtpreis vor allem die Qualität der Module und Komponenten.

Rechtliche und technische Bedingungen prüfen

  • Vor der Installation der Anlage sollte man mit dem zuständigen Energieversorger bzw. Netzbetreiber abklären, ob genügend Netzkapazität für die Einspeisung ins Stromnetz vorhanden ist. Bis zu einer Anlagengröße von 30 kWp sollte dies ohne Mehrkosten möglich sein. Bei größeren Anlagen kann eine Gebühr für den Netzausbau anfallen.
  • Ab dem 1. August 2014 müssen alle neuen PV-Anlagen bis spätestens zum 30. November beim Bund angemeldet werden, wollen die Betreiber noch Vergütungen dafür erhalten. Weitere Informationen dazu finden sich in diesem Artikel.
  • In der Regel braucht man in Deutschland keine Genehmigung, um auf dem eigenen Dach eine PV-Anlage zu bauen. In eigenen Bundesländern und Gemeinden gibt es allerdings Sonderregelungen bezüglich denkmalgeschützten Bauten oder Flachdächern.
  • Die statische Belastbarkeit des Daches sollte man sich aus Versicherungsgründen vom Installateur unbedingt noch schriftlich bestätigen lassen.

Finanzierung abklären

Durch das EEG werden von vielen Seiten günstige Finanzierungsmöglichkeiten für PV-Anlagen angeboten. Die meisten Anlagen werden so bis zu 90 % fremdfinanziert. Damit steigt auch die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital. Private Kreditinstitute, vor allem Grüne Banken, und auch die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben Kredite für Erneuerbare Energien und Modernisierungen mit derzeit guten Konditionen. Als Sicherheiten verlangen die Banken meist eine Sicherungsübereignung, eine Abtretung der Vergütung und eine nachweisbare Versicherung der Anlage.

PM: WV

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