Fachkraft Windenergie: Ein Job mit Fallhöhe

Abseilen von einer Windkraftanlage beim Windkraft-Casting / Pressebild
Abseilen von einer Windkraftanlage beim Windkraft-Casting / Pressebild: ELBCAMPUS

Beim Windkraft-Casting des Hamburger ELBCAMPUS geht es hoch hinaus:

Wer den Klettertest an einer 65 Meter hohen Windmühle besteht, darf sich auf einen Platz im nächsten Lehrgang „Fachkraft Windenergie“ freuen.

(WK-intern) – Denn Angstfreiheit, insbesondere in großer Höhe und bedrückender Enge, ist eine Grundvoraussetzung, um die riesigen Windmühlen an Land und auf See warten zu können.

Weltweit steigt die Zahl der Windenergieanlagen von Jahr zu Jahr in Größenordnungen. Im Jahr 2013 wurden allein in Deutschland 1.154 neue Anlagen in Betrieb genommen. Weit mehr als 23.000 Windmühlen verteilen sich laut Bundesverband WindEnergie mittlerweile über das Land. Hinzu kommen 116 Offshore-Anlagen in Nord- und Ostsee, die bereits Strom ins Netz speisen und weitere 103, die auf ihren Einsatz warten. Jede einzelne dieser Anlagen muss regelmäßig gewartet werden. Ausgebildete Fachkräfte allerdings sind rar. Am ELBCAMPUS, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg, können deshalb auch Quereinsteiger einen qualifizierten Abschluss machen. Voraussetzung: Sie bestehen das Casting samt Höhentest.

Dieser Praxistest wird zwei Mal im Jahr an einer Windkraftanlage im Alten Land bei Hamburg durchgeführt. Das nächste Casting findet bereits am 7. August statt. „Manch ein Teilnehmer weiß gar nicht, dass er Höhenangst hat“, sagt Petra Martens, Bildungsmanagerin für den Fachbereich Windenergie am ELBCAMPUS. Die Höhentauglichkeit allerdings ist nicht das einzige Kriterium, um eine erfolgreiche Berufslaufbahn in der Windenergie-Branche einschlagen zu können. Gewartet werden müssen auch die Rotorblätter – und in deren Innenraum ist es eng wie in einem Käfig. Wer auch Offshore-Anlagen im offenen Meer warten will, muss zudem seefest sein. In der Regel werden die Arbeitskräfte per Hubschrauber zum Einsatzort geflogen und müssen sich von dort abseilen. Oder sie reisen per Schiff an und müssen auch bei Seegang mit hohen Wellen auf die Anlage klettern können. „Dafür braucht man eine sehr gute Kondition“, sagt Petra Martens.

Weitere Voraussetzungen: gute Englischkenntnisse, technisches Verständnis sowie eine hohe Flexibilität. Während des sechsmonatigen Lehrgangs lernen die Teilnehmer neben dem notwendigen Fachwissen auch, sich selbst aus dem Wasser zu retten und Brände an den Anlagen zu bekämpfen. Zudem absolvieren sie ein so genanntes FISAT-Klettertraining, das beispielsweise auch in der Gebäudereinigerbranche oder beim Pipeline-Bau benötigt wird.  Mit dem Fach-Abschluss warten dann in der Regel unbefristete Arbeitsverträge und gute Aufstiegschancen in einer wachsenden Branche auf die Absolventen.

Termine, Informationen und Anmeldungen für das nächste Windkraft-Casting unter www.elbcampus.de bzw. E-mail an windcasting@elbcampus.de

PM: ELBCAMPUS

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