Im Windpark in Offenbach an der Queich erfolgt Gondel- und Rotorblattmontage

Auf der Baustelle angekommen werden die Flügel am Boden mit der Nabe verbunden. Ist der Rotor vormontiert kann der gesamte „Stern“ gezogen und an der Gondel befestigt werden. / Pressebild: juwi
Auf der Baustelle angekommen werden die Flügel am Boden mit der Nabe verbunden. Ist der Rotor vormontiert kann der gesamte „Stern“ gezogen und an der Gondel befestigt werden. / Pressebild: juwi

juwi wind: Millimeterarbeit für eine Hochzeit in mehr als 140 Metern Höhe

  • Im Windpark in Offenbach an der Queich erfolgt Gondel- und Rotorblattmontage
  • Allein das Maschinenhaus wiegt mehr als 80 Tonnen
  • Weitere Bauteile werden derzeit angeliefert

Wo der Wind sonst kräftig pustet, weht heute nur ein laues Lüftchen. Doch genau darauf haben die Spezialisten gewartet. Im Windpark in Offenbach an der Queich wollen sie Maschinenhaus und Rotorblätter ziehen – die wohl kniffeligste Aufgabe beim Bau eines Windparks.

(WK-intern) – Schließlich muss die circa 82 Tonnen schwere Gondel mit Hilfe eines Spezialkrans auf die Spitze des 139 Meter hohen Turms gehoben werden. Das erfordert Augenmaß und Fingerspitzengefühl. Ist die Gondel fest mit dem Turm verbunden, kann der sogenannte Stern – bestehend aus der Rotornabe und den drei Flügeln – gezogen werden. Auch das, absolute Präzisionsarbeit. Damit diese Hochzeit in luftiger Höhe gelingt, muss es nahezu Windstill sein.

Die Dimensionen sind beeindruckend: Die Gondel, auch Maschinenhaus genannt, hat die Größe eines Einfamilienhauses und wiegt 82 Tonnen – das entspricht in etwa dem Gewicht von 80 Elefanten. „Sie ist das technische Herzstück jeder Windkraft-Anlage“, erklärt juwi-Projektmanager Michael Lüer. Für den späteren Betrieb beinhaltet der Koloss fast alle erforderlichen Komponenten: Antriebswelle, Hauptlager, Getriebe, Generator, Windrichtungsnachführung sowie Steuerungs- und Sicherheitssysteme.
Doch die Montage des Maschinenhauses auf der Spitze des Turms ist nur die halbe Miete. Schließlich müssen auch noch die Flügel angebracht werden. „Das ist sicherlich der anspruchsvollste Teil beim Bau von Windenergie-Anlagen“, so Lüer weiter. „Denn der Durchmesser des Rotorkranzes misst stolze 120 Meter.“ In luftiger Höhe müssen Rotornabe und Rotorwelle mit größter Präzision ineinander gelegt und dauerhaft verbunden werden.

Neben millimetergenauer Arbeit sind auch die Windverhältnisse entscheidend. Denn der Rotorkranz mit seinen je 60 Meter langen Rotorblättern kann nur bis zu einer Windgeschwindigkeit von bis zu drei Meter/Sekunde montiert werden. „Danach lassen die Sicherheitsbestimmungen ein Weiterarbeiten nicht mehr zu“, erklärt der Projektmanager. „Bald haben wir es aber geschafft“, freut sich Lüer. „Sitzen Gondeln und Rotorblätter erst an Ort und Stelle, wird hier in Kürze klimafreundlicher Strom für die Südpfalz produziert. Denn in den kommenden Wochen werden alle sechs Anlagen komplett errichtet sein.“
Drei der insgesamt sechs Anlagen sind bereits fertig. Für die drei weiteren werden nachts die Bauteile per Sondertransport angeliefert. Nach Inbetriebnahme erzeugt der Windpark Offenbach an der Queich klimafreundlichen Strom für 13.800 Haushalte.

Aktuelle Informationen rund um den Windpark Offenbach an der Queich finden Sie auch auf der Projektseite im Internet und bei Facebook.

PM: juwi

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