Auftragswachstum und starker Cashflow: ABB startet im 2. Quartal 2014 durch

Dolwin1 offshore wind connector / Photo: ABB
Dolwin1 offshore wind connector / Photo: ABB

Zürich, Schweiz – ABB hat im zweiten Quartal 2014 ein starkes Auftragswachstum erzielt, stabile Umsätze erwirtschaftet und den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit signifikant verbessert.

Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere operative EBITDA-Marge spiegelt hauptsächlich die anhaltenden projektbezogenen Herausforderungen in der Division Energietechniksysteme wider.

(WK-intern) – Der Auftragseingang4 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 14 Prozent (13 Prozent auf Vergleichsbasis2) auf USD 10,6 Milliarden. Der Konzern konnte bei Grossaufträgen ein Wachstum von über 70 Prozent verzeichnen und auch bei Basisaufträgen zulegen. Alle Regionen haben zu dieser Wachstumsdynamik beigetragen.

„Im Oktober letzten Jahres haben wir angekündigt, dass wir organisches Wachstum durch Marktdurchdringung, Innovation und Expansion vorantreiben wollen. Jetzt liefern wir Ergebnisse“, sagte Ulrich Spiesshofer, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. „Die fokussierten Massnahmen zahlen sich aus und tragen zum sich verbessernden Auftragsmomentum bei. In unseren beiden grössten Märkten USA und China konnten wir im zweiten Quartal vielversprechendes Wachstum verzeichnen.“

Das kräftige Auftragsplus führte zu einer Book-to-Bill-Ratio von 1,04x. Der Umsatz beträgt USD 10,2 Milliarden und blieb damit gegenüber dem Vorjahresquartal stabil, obwohl der Auftragsbestand zu Quartalsbeginn niedriger lag.
Das operative EBITDA des Konzerns wurde durch einen Verlust in der Division Energietechniksysteme beeinträchtigt. Dieser steht in Zusammenhang mit anhaltenden Belastungen durch Grossprojekte in der Offshore-Windindustrie und im Solarsektor, bei denen ABB als Generalunternehmer (EPC-Projekte) tätig ist. Die neue Divisionsleitung hat strikte Massnahmen ergriffen, um die Risiken im Portfolio zu mindern und die Kapazitäten anzupassen. Neben dem Ausstieg aus dem EPC-Geschäft in der Solarindustrie implementiert ABB ein neues Geschäftsmodell für EPC-Projekte in der Offshore-Windindustrie.
„Wie bereits bekannt, wird dieser Bereich das Konzernergebnis wahrscheinlich auch in den kommenden Quartalen belasten“, so Spiesshofer. „Für uns hat der Turnaround der Division Energietechniksysteme oberste Priorität. Hinsichtlich der Verminderung unserer Risikopositionen haben wir bereits gute Fortschritte gemacht.“
In den anderen Divisionen blieb die operative EBITDA-Marge2 stabil oder stieg an, bereinigt um den Verwässerungseffekt der Übernahme von Power-One in der Division Industrieautomation und Antriebe.
Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtsquartal um über 60 Prozent auf USD 888 Millionen.
ABB hat die angekündigte strategische Portfoliobereinigung von Unternehmensbereichen, die nur begrenzte Synergien mit dem restlichen Portfolio aufweisen, erfolgreich fortgesetzt. „Seit Oktober letzten Jahres setzen wir unsere Ankündigung, das Portfolio wertsteigernd zu optimieren und den Fokus verstärkt auf unser Kerngeschäft zu legen, konsequent um“, erklärte Spiesshofer.
„In der zweiten Jahreshälfte werden wir unsere organischen Wachstumsinitiativen in einem uneinheitlichen Marktumfeld weiter entschlossen vorantreiben“, so Spiesshofer. „Wir werden die konsequente Umsetzung des Cashmanagements fortsetzen und die Kostensenkungen beschleunigen.
Wir sind zuversichtlich, dass unsere Aktionäre von unserem ausgewogenen Wachstum und unseren Initiativen für eine verbesserte operative Umsetzung profitieren werden.“
ABB wird auf dem Investorentag am 9. September in London die neue Unternehmensstrategie und neue Finanzziele bekannt geben. Darüber hinaus wird das Unternehmen seine Prioritäten für die Generierung von Mehrwert und Kapitalallokation kommunizieren.

Kennzahlen Q2 und erstes Halbjahr 2014

Wachstum im Überblick

Die Nachfrage nach Stromverteilungssystemen und zugehöriger Ausrüstung durch Energieversorgungskunden blieb im Berichtsquartal stabil. Im Stromübertragungssektor investierten Versorgungsunternehmen dagegen weiterhin selektiv. Die Industrienachfrage fiel je nach Region und Absatzmarkt unterschiedlich aus. Sektoren wie die Öl- und Gasindustrie und die allgemeine Industrie zeigten einen positiven Trend, während die Nachfrage im Bergbaugeschäft unverändert schwach blieb. Auch Infrastrukturmärkte präsentierten sich uneinheitlich. Während die Nachfrage im Bausektor unverändert bis leicht schwächer war, zog sie im Bahn- und Marinesegment an.

Insgesamt erhöhte sich der Auftragseingang in der Berichtsquartal um 14 Prozent (13 Prozent auf Vergleichsbasis). Rund die Hälfte dieses Anstiegs resultierte aus verbesserten Großaufträgen (über USD 15 Millionen). Hier machte sich insbesondere der Eingang des HGÜ-Auftrags (Hochspannungs-Gleichstromübertragung) über USD 400 Millionen für eine Stromleitung in Kanada bemerkbar. Die Basisaufträge (unter USD 15 Millionen) verbesserten sich um 9 Prozent (7 Prozent auf Vergleichsbasis), gestützt auf das Wachstum in den meisten frühzyklischen Produktgeschäften von ABB. Die Großaufträge machten im Berichtsquartal 14 Prozent des gesamten Auftragseingangs aus, verglichen mit 9 Prozent in der Vorjahresquartal.

Weitere Informationen im Bericht.

PM: ABB

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top