Neubau für neuartigen Solartechnologien im Zentrum für Nanosystemchemie

Professor Frank Würthner vom Zentrum für Nanosystemchemie der Universität Würzburg. Foto: Robert Emmerich
Professor Frank Würthner vom Zentrum für Nanosystemchemie der Universität Würzburg.
Foto: Robert Emmerich

Der symbolische erste Spatenstich für das Zentrum für Nanosystemchemie auf dem Hubland-Campus ist gesetzt.

In dem Neubau der Universität Würzburg wird voraussichtlich ab Mitte 2016 an neuartigen Solartechnologien geforscht.

(WK-intern) – Prominenz aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung fand sich am Freitag, 11. Juli, auf dem Hubland-Campus der Universität Würzburg ein: Südlich vom Chemiezentrum wurde feierlich der symbolische erste Spatenstich für einen Forschungsneubau gesetzt, das Zentrum für Nanosystemchemie. Die Baukosten von 8,75 Millionen Euro trägt der Freistaat Bayern.

Das Würzburger Zentrum für Nanosystemchemie ist Teil des Forschungsnetzwerks „Solar Technologies Go Hybrid“, das vom Freistaat gefördert wird. Fünf bayerische Universitäten sind daran beteiligt. Ziel des Netzwerks: In gut ausgestatteten Laboratorien, so genannten Key Labs, sollen innovative Konzepte zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom und nicht-fossile Energieträger entwickelt werden.

Moleküle sollen Sonnenenergie nutzen

Woran im Würzburger Key Lab künftig geforscht werden soll, erläuterte Chemieprofessor Frank Würthner, Initiator des Zentrums. Sein Team arbeitet unter anderem daran, organische Moleküle auf kleinstem Raum zu größeren Verbänden zu arrangieren, die Sonnenlicht absorbieren und zu Elektroden transportieren, wo es schließlich in elektrischen Strom umgewandelt wird.

Die Entwicklung künstlicher Chloroplasten, die ähnlich wie in Pflanzenzellen Lichtenergie zur Erzeugung von Brennstoffen nutzen, ist ein weiteres Ziel von Würthners Forschung. Diese künstliche Photosynthese könnte dabei helfen, den Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre zu verringern und energiereiche Rohstoffe wie Zucker, Stärke und das Gas Methan zu gewinnen. An diesem Projekt sind auch Chemieprofessor Christoph Lambert und die Physikprofessoren Tobias Brixner und Vladimir Dyakonov beteiligt.

Neues Aushängeschild der Universität

Über das „zusätzliche Aushängeschild der Energieforschung“ für die Universität, die Stadt und ganz Unterfranken freute sich Universitätspräsident Alfred Forchel in seiner Ansprache. Gerhard Eck, Staatssekretär in Bayerns Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, bezeichnete die Spitzenforschung an der Universität als Segen für die ganze Region. Er betonte, dass der Freistaat am Hubland-Campus derzeit Baumaßnahmen für rund 119 Millionen Euro plane oder schon umsetze, etwa den Neubau der Mensateria.

Technische Raffinessen des Neubaus

Joachim Fuchs, Leiter des Staatlichen Bauamtes Würzburg, nannte in seiner Ansprache einige Details zum neuen Forschungsgebäude. Der zweigeschossige Bau hat eine Gesamtnutzfläche von 1.225 Quadratmetern und ist für rund 50 Mitarbeiter ausgelegt. Er bekommt eine energieeffiziente Fassade in Grün und verschiedenen Grautönen; dazu ein begrüntes Flachdach mit Photovoltaik-Elementen. Voraussichtlich Mitte 2016 soll der Bau in Betrieb gehen.

PM: Robert Emmerich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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