Hilfe zur Selbsthilfe: Energiespar-Aktion für einkommensschwache Haushalte

Gemeinsam kann man mehr erreichen – zum Beispiel die kostenfreien Stromspar-Checks für einkommensschwache Haushalte. Stadtbaurat Christof Nolda, Energie 2000 Geschäftsführer Manfred Schaub, Stromsparberater Uwe Erbroth, Jan Hellmuth von BUND und Kasseler Umwelthaus sowie Städtische Werke-Vorstand Stefan Welsch bei der Vorstellung des Projektes. (Bild Städtische Werke AG)
Gemeinsam kann man mehr erreichen – zum Beispiel die kostenfreien Stromspar-Checks für einkommensschwache Haushalte. Stadtbaurat Christof Nolda, Energie 2000 Geschäftsführer Manfred Schaub, Stromsparberater Uwe Erbroth, Jan Hellmuth von BUND und Kasseler Umwelthaus sowie Städtische Werke-Vorstand Stefan Welsch bei der Vorstellung des Projektes. (Bild Städtische Werke AG)

Stromspar-Check PLUS-Aktion startet in Kassel

Steigende Energiepreise belasten vor allem Menschen mit geringem Einkommen.

(WK-intern) – Stromsperren können die für alle Beteiligten unangenehme Folge sein.

Wie man einfach und wirkungsvoll Energie sparen kann, wissen viele Betroffene oft nicht. Dabei kann es ganz einfach sein. Das Wie vermitteln beispielsweise die Stromsparhelfer des bundesweit laufenden Projektes „Stromspar-Check PLUS“. Es startet jetzt in Kassel mit Unterstützung der Stadt Kassel, der Städtischen Werke, des BUND, der Caritas Nordhessen-Kassel und der ENERGIE 2000. Initiatoren sind der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt ebenso. Stadtbaurat Christof Nolda, Städtische Werke-Vorstand Stefan Welsch sowie Jann Hellmuth vom BUND stellten das Projekt jetzt im Kasseler Umwelthaus in der Wilhelmsstraße vor. Hier befindet sich die Anlaufstelle für Interessenten aus Kassel.

In mittlerweile mehr als 140 Städten und Gemeinden sind geschulte Stromsparhelfer im Einsatz, die zuvor langzeitarbeitslos waren. Die Stromspar-Teams beraten Haushalte mit geringem Einkommen kostenfrei zuhause. Stadtbaurat Nolda zu den Teams: „Fünf Stromsparhelfer sollen bis Ende 2015 rund 500 Haushalte beraten und dort kostenfreie Energie- und Wassersparartikel im Wert von jeweils rund 70 Euro einbauen und so Hilfe zur Selbsthilfe leisten.“ In Anspruch nehmen können den Stromsparcheck Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld, Kinderzuschlag und allen Personen deren Einkommen unter der Pfändungsfreigrenze von 1.049 Euro liegt.

Bei einem ersten Besuch werden sämtliche Strom- und Wasserverbräuche aufgenommen. Zusammen mit einer Analyse des Nutzungsverhaltens werden aus diesen Angaben eine individuelle Auswertung erstellt und die entsprechenden Einsparpotenziale berechnet. Beim zweiten Besuch erhält der Haushalt dann kostenlos sinnvolle Energie- und Wassersparartikel sowie praktische Tipps für weitere Einsparmöglichkeiten durch Verhaltensveränderungen beispielsweise beim Heizen und Lüften, Kochen oder Waschen.
„Mit diesen Soforthilfen kann jeder Haushalt jährlich im Durchschnitt bis zu 150 Euro an Energie- und Wasserkosten einsparen. Mit jedem Check werden zudem über die Lebensdauer der Soforthilfen rund zwei Tonnen CO2-Emmissionen vermieden“, erklärt Städtische Werke-Vorstand Welsch.

Auch die Kommunen profitieren von der Aktion. Schließlich schont ein sinkender Energieverbrauch das Klima und hilft Umweltschutzziele zu erreichen. Uwe Erbroth, Stromsparberater der Energiespar-Aktion, sucht nach eigenen Angaben auch noch Kollegen, die Beratungen in einkommensschwachen Haushalten vornehmen. Welche konkreten Voraussetzungen sie erfüllen müssen, erläutert Erbroth in einem persönlichen Gespräch gerne.

PM: SW Kassel

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top