Gewerkschaft fordern vollständiges Verbot für Fracking: Trinkwasserversorgung und Gesundheit gehen vor

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks vorgelegten Eckpunkte zum Thema Fracking für nicht ausreichend.

„Der Schutz der Gesundheit und des Trinkwassers müssen immer Vorrang haben“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt. „Gut, dass die zuständigen Minister das auch teilen. Schade, dass kein vollständiges Verbot oder zumindest ein Moratorium in Erwägung gezogen wird.“

Nach der im Mai 2013 veröffentlichten Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen ist Fracking energiepolitisch nicht notwendig und sollte wegen gravierender Wissenslücken nicht zugelassen werden.

(WK-intern) – Der Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes hatte im Mai auf Vorschlag von ver.di beschlossen: ‚Für die Gewinnung von unkonventionellem Erdgas mittels Fracking muss es solange ein Moratorium geben, bis die Risiken abschließend bewertet sind und eine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeschlossen werden kann.‘

„Schon die Erkundung von Schiefergasvorkommen ist für das Grundwasser und für Wasserschutzgebiete mit erheblichen Risiken verbunden“, betonte Scheidt. „Hochproblematisch ist auch, dass in den Eckpunkten die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger nicht erwähnt wird. Ohne Bürgerbeteiligung geht es aber nicht. Da muss bis zur Beratung im Kabinett noch nachgearbeitet werden.“

Die Verpflichtung zu Umweltverträglichkeitsprüfungen sei unabdingbar – wenn es denn kein vollständiges Verbot des Frackings gebe. Hier seien die SPD-Minister zum Glück nicht so mutlos wie das Europäische Parlament zu Jahresbeginn, so Scheidt.

PM: Ver.Di

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