52 % Steuern und Abgaben am Strompreis, Staat stürzt Geringverdiener in Stromarmut

Stromnetze / Foto: HB
Für diejenigen, welche wenig Strom verbrauchen wird dieser immer teurer und für jene, welche viel Strom verbrauchen wir er immer billiger, denn derjenige, welcher spart bezahlt den Strom für den mit, der am meisten verbraucht. Das nennt man systemverträglich

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Steuern und Abgaben am Strompreis steigen weiter

Ein durchschnittlicher Haushalt mit drei Personen zahlt rund 85 Euro im Monat für Strom / Gut 18 Euro monatlich allein für EEG-Umlage

(WK-intern) – Berlin – Die Summe der Steuern und Abgaben am Strompreis für Haushalte hat erneut ein Rekordhoch erreicht und macht inzwischen 52 Prozent aus.

Ein durchschnittlicher Haushalt mit drei Personen und einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden zahlt rund 85 Euro (2013: 84) im Monat für Strom. Davon entfallen allein knapp 45 Euro auf staatliche Steuern und Abgaben. Das hat eine aktuelle Untersuchung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben, bei der die Veränderungen im Grundversorgungstarif und den gängigen Tarifprodukten für Haushaltskunden betrachtet wurden.

Während der Kostenblock der staatlichen Steuern und Abgaben weiter deutlich gewachsen ist, konnten die Unternehmen der Energiewirtschaft den Anstieg des Gesamtpreises teilweise durch geringere Beschaffungskosten der Vertriebe kompensieren. Insgesamt ist der Strompreis für Haushalte im Vergleich zum Vorjahr somit lediglich um durchschnittlich etwa ein Prozent gestiegen.
Bei den staatlichen Abgaben ist im vergangenen Jahr insbesondere die Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) stark gestiegen.

Gut 18 Euro (2013: 15) bringt ein durchschnittlicher Haushalt aktuell pro Monat für die Förderung der Erneuerbaren Energien auf. „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien darf nicht ohne Rücksicht auf die Kostenentwicklung vorangehen. Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Bundesregierung eine gute Basis geschaffen, um die Erneuerbaren schrittweise in den Markt zu führen. Die verpflichtende Direktvermarktung und die geplante Ermittlung der Förderhöhe im Wettbewerb sind die Grundlage für einen systemverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien“, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

PM: BDEW

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