Kommunaler Stromversorger kauft juwi-Windpark in Frankreich

Die Windräder in Allondrelle-la-Malmaison werden auf sicheren Fundamenten errichtet, für die Energiewende in Frankreich und Deutschland gilt das aus politischer Sicht leider nicht. / Pressebild: juwi
Die Windräder in Allondrelle-la-Malmaison werden auf sicheren Fundamenten errichtet, für die Energiewende in Frankreich und Deutschland gilt das aus politischer Sicht leider nicht. / Pressebild: juwi

juwi verkauft in Frankreich erstmals Windpark an einen kommunalen Stromversorger

UEM-Gruppe aus Metz setzt bei Investition in Windkraft auf juwi-Know-how

(WK-intern) – Was sich in Deutschland bereits mehrfach bewährt hat, setzt die weltweit tätige juwi-Gruppe nun auch im Nachbarland Frankreich um – eine starke Kooperation mit einem öffentlichen Versorgungsbetrieb.

Dafür hat die französische Niederlassung von juwi mit dem Verkauf ihres im Bau befindlichen Windparks in Allondrelle-la-Malmaison an die UEM-Gruppe den Grundstein gelegt. UEM ist einer der größten kommunalen Stromproduzenten und -versorger in Frankreich. Das Unternehmen beliefert 160.000 Kunden in Metz und Umgebung.

Nahe der Grenzen zu Luxemburg und Belgien, in der lothringischen Gemeinde Allondrelle-la-Malmaison, baut juwi EnR, die französische Niederlassung des Projektentwicklers juwi aus Rheinland-Pfalz, derzeit ihren zehnten Windpark. Der Weg bis zum Baubeginn im Frühjahr dieses Jahres war weit und beschwerlich. Denn die Genehmigungsverfahren in Frankreich sind unverhältnismäßig aufwändig und die Regierung, ähnlich der deutschen, ändert in unregelmäßigen Abständen die Gesetze zur Windenergie – Gift für die zuverlässige und langfristige Planung von Anlagen zur Gewinnung von klimaneutralem Strom aus erneuerbaren Energien. Bereits 2004 hatte juwi EnR die Realisierung des Windparks in der Moselregion angestoßen. „Die politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien wurden mehrfach geändert“, sagt Nicolas Pagès, Geschäftsführer von juwi EnR. „Der neue Entwurf für ein Energiewendegesetz in Frankreich ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Was wir jetzt brauchen ist ein konkreter Plan für die Umsetzung des angestrebten Ziels von 40 Prozent erneuerbarer Energie im Energiemix 2030.“

In Allondrelle-la-Malmaison ist die Wirtschaftlichkeit des Parks nach mehrfacher Umplanung nun gesichert. Mitte Juli werden die fünf Vestas V100 Windkraftanlagen aufgestellt, die Inbetriebnahme des Zehn-Megawatt-Parks ist für den Spätherbst geplant.

Zum ersten Mal arbeitet die juwi-Gruppe in Frankreich bei diesem Projekt mit einem regionalen Energieversorger zusammen. Die UEM-Gruppe, der kommunale Versorger der nordfranzösischen Stadt Metz und der umliegenden Region, hat den Windpark Allondrelle gekauft. Es ist die erste Investition von UEM in ein Windkraftprojekt. Das Unternehmen möchte sein Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien weiter ausbauen und so zur Energiewende in Frankreich beitragen.

Der Windpark Allondrelle in Zahlen

Die fünf Vestas V 100 Anlagen verfügen über eine Gesamtleistung von zehn Megawatt und werden jährlich rund 26 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Dies entspricht dem Energiebedarf von fast 7.500 Haushalten und somit von rund einem Zehntel der Stadt Metz. Durch die klimaneutrale Versorgung mit Strom über eine Laufzeit von 20 Jahren werden zudem etwa 155.000 Tonnen CO2 eingespart, das ist in etwa die Menge des klimaschädlichen Gases, die 87.000 Autos ausstoßen. Zudem wird die Verbrennung von 124.000 Tonnen Schweröl vermieden, das ansonsten zur Stromerzeugung nötig gewesen wäre. Die Produktion derselben Menge an Energie durch ein Atomkraftwerk hätte der Anreicherung von 2,7 Tonnen Uran bedurft und 6,9 Tonnen radioaktiven Abfalls hinterlassen, die es zu lagern gegolten hätte.

Bildunterschrift: Die Windräder in Allondrelle-la-Malmaison werden auf sicheren Fundamenten errichtet, für die Energiewende in Frankreich und Deutschland gilt das aus politischer Sicht leider nicht.

PM: juwi-Gruppe

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