Greenpeace Energy zur EEG-Reform: Ökostrom-Anlagen erhalten u. U. künftig keine Förderung mehr

Kompromiss zur EEG-Reform

Erneuerbare zahlen die Zeche für unflexiblen Kohle- und Atomstrom

(WK-intern) – Bei mehreren strittigen Fragen innerhalb der aktuellen EEG-Reform hat es offenbar eine Einigung gegeben.
Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy kommentiert:

„Die jetzt erzielte Einigung ist aus unserer Sicht allenfalls ein Teilerfolg.

Der Kompromiss sieht unter anderem vor, dass Ökostrom-Anlagen künftig gar keine Förderung erhalten sollen, wenn sie mehr als sechs Stunden am Stück negative Preise am Strommarkt erzielen.

Diese Regelung ist ein Tiefschlag für den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Produzenten von wertvollem Ökostrom sollen damit die Zeche dafür zahlen, dass unflexible konventionelle Energieträger wie Kohle oder Atom die Netze verstopfen und bei einem Überangebot an Strom nicht runter geregelt werden.

Der nun erzielte Kompromiss zur EEG-Reform enthält allerdings auch einige positive Aspekte. Insbesondere begrüßen wir die geplante Verordnungsermächtigung für ein ökologisches und faires Direktvermarktungsmodell.

Zusammen mit anderen Branchenteilnehmern haben wir lange dafür gekämpft, dass Ökostrom aus Deutschland künftig direkt und transparent an Verbraucher weitervermarktet werden kann.

Mit einer Verordnungsermächtigung kann die EEG-Reform nachträglich um ein entsprechendes Modell ergänzt werden.“

PM: Greenpeace Energy

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