Aktuelle Situation bei der Offshore-Netzanbindung BorWin1

Derzeit betreibt TenneT drei Anschlüsse von Windparks in der deutschen Nordsee und arbeitet an neun weiteren Anschlussprojekten. / Pressebild: TenneT
Derzeit betreibt TenneT drei Anschlüsse von Windparks in der deutschen Nordsee und arbeitet an neun weiteren Anschlussprojekten. / Pressebild: TenneT

Bei der Offshore-Netzanbindung BorWin1 gab es in den vergangenen Monaten mehrere technische Störungen, in deren Folge es zu so genannten Schutzauslösungen und damit zu ungeplanten Abschaltungen der Netzanbindung kam.

Um die genaue Ursache der Störungen zu ermitteln, arbeitet der Übertragungsnetzbetreiber TenneT eng mit dem Auftragnehmer für den Netzanschluss, ABB, und dem Betreiber des Windparks BARD Offshore 1, der an BorWin1 angeschlossen ist, zusammen.

(WK-intern) – Die konstruktiven Gespräche mit Bard und ABB haben bereits zu einer Einkreisung der Fehlerquellen geführt.

Damit auf See erzeugte Windenergie zuverlässig mit Offshore-Netzanbindungen an Land transportiert werden kann, muss der Windstrom bei der Einspeisung in die Netzanbindung bestimmten technischen Standards entsprechen. Ansonsten kann die Einspeisung Störungen im Gesamtsystem bewirken, die vorhandene Betriebsmittel partiell überlasten und zu einer automatischen Abschaltung führen können. Bei der Offshore-Netzanbindung BorWin1 gab es mehrere derartige Störungen, die zu ungeplanten Abschaltungen führten, zuletzt im Februar 2014. Das Netzanschlusssystem kann Strom nur im Rahmen der üblichen technischen Standards ohne Schutzabschaltung übertragen.

Es wurden bereits Tests und begleitende Detailstudien durchgeführt, um den Fehler bzw. die Fehlerquellen eindeutig zu identifizieren und beseitigen zu können. So wurden unter anderem gemeinsam mit dem Windpark Untersuchungen und Messungen an den Windenergieanlagen sowie der Umspannstation des Windparks und auch an der Konverterplattform durchgeführt. Zurzeit wird der Windpark mit Strom für den Eigenbedarf versorgt. Aktuell müssen weitere Tests durchgeführt werden. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Tests kann wieder eine Leistungseinspeisung erfolgen.

Im März kam es zudem zu einem Schwelbrand eines elektrischen Bauteils der Konverterplattform, der zur Abschaltung der Netzanbindung führte. Die dadurch notwendig gewordenen Reinigungs- und Reparaturarbeiten wurden mittlerweile erfolgreich beendet.

PM: TenneT

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