Stadtwerke Ulm-Windräder in der Nordsee sind errichtet

Foto: Teilansicht des Trianel-Windparks vor der Nordsee-Insel Borkum. Am linken Bildrand ist die Umspannplattform zu sehen. Im Vordergrund: das zweite Windrad von links gehört den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Foto: Trianel.
Foto: Teilansicht des Trianel-Windparks vor der Nordsee-Insel Borkum. Am linken Bildrand ist die Umspannplattform zu sehen. Im Vordergrund: das zweite Windrad von links gehört den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Foto: Trianel.

Zwei Windräder gehören der SWU.

Stadtwerke-Kooperation Trianel stellt den Windpark vor der Insel Borkum fertig. Inbetriebnahme ist im Lauf des Jahres vorgesehen.

Anfang Juni konnte die 40. und letzte Windenergieanlage des Nordsee-Windparks der Trianel, 45 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum gelegen, aufgestellt werden. Elf Monate hatte die Errichtung der Windräder in Anspruch genommen.

„Damit hat der erste Offshore-Windpark, der ausschließlich unter Beteiligung von Stadtwerken und regionalen Energieversorgern unter Federführung von Trianel realisiert wurde, die vorletzte Etappe erreicht“, berichtet SWU-Geschäftsführer Matthias Berz. Die Tochtergesellschaft SWU Energie ist als einer von 33 Gesellschaftern mit fünf Prozent an dem 200-Megawatt-Projekt beteiligt. Die beiden SWU-Windkraftanlagen leisten zu-sammen zehn Megawatt und liefern pro Jahr rund 40 Millionen Kilowatt-stunden Strom. Das entspricht dem Bedarf von rund 11.000 Haushalten mittlerer Größe. „Die Städte Ulm/Neu-Ulm stärken damit aktiv den „grünen“ Anteil am deutschen Energiemix und leisten einen zusätzlichen Bei-trag zur Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen“, so Matthias Berz. Derzeit stammt bereits ein Viertel des von der SWU erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen.

Netzanbindung ist der nächste Schritt

Bevor der Windpark die ersten Kilowattstunden Strom liefern kann, muss der Anschluss an das Übertragungsnetz fertiggestellt werden. Das soll nach Angaben des Netzbetreibers Tennet in diesem Sommer der Fall sein. Den Zeitplan für den Anschluss hatte Tennet aufgrund von Verzögerungen mehrfach geändert. Die Umspannplattform DolWin alpha ist nahezu komplett. Nach Fertigstellung wird der mehrmonatige Testbetrieb beginnen. Das Windpark-Vorhaben begann Mitte 2008, als die entsprechende Projektgesellschaft gegründet wurde. Nach Planung und Genehmigung begann der Bau auf hoher See im September 2011. In der ersten aufwändigen Phase wurden die massiven Windrad-Fundamente, so genannte Tripods, aufgestellt. Im Juli 2013 konnte das erste Windrad errichtet werden. Bei den witterungsbedingt schwierigen Arbeiten in Wassertiefen von bis zu 30 Metern musste der Projektverlauf ständig angepasst werden. Im Frühjahr konnte bei wesentlich besserer Witterung in mitunter nur zwei Tagen je eine Anlage errichtet werden. Die Windturbinen sind vom Typ Areva Wind M 5000-116. Dieser Typ ist der erste, der bei einer Leistung von fünf Megawatt speziell für den Offshore-Einsatz konstruiert wurde.

Foto: Teilansicht des Trianel-Windparks vor der Nordsee-Insel Borkum. Am linken Bildrand ist die Umspannplattform zu sehen. Im Vordergrund: das zweite Windrad von links gehört den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm. Foto: Trianel.

 

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