Prototyp-Produktion für getriebelose Windkraft-Turbine auf Werftgelände geplant

Hamburger Investor NGW New Global Wind hält am Standort Stralsund fest

Nachdem im monatelangen Bieterverfahren um den Kauf der Stralsunder Volkswerft ein Mitbewerber kürzlich den Zuschlag erhalten hat, verfolgt die NGW New Global Wind GmbH weiterhin ambitionierte Ansiedlungsprojekte in der Hansestadt Stralsund.

(WK-intern) – Der in Hamburg ansässige Investor, spezialisiert auf die Windenergie-Branche, hatte Ende des Jahres 2013 ein Kaufangebot für die Volkswerft abgegeben. „Trotz der gescheiterten Übernahme der Volkswerft hält NGW weiter am Standort Stralsund fest“, erklärt NGW-Projektmanager Karl Engelke in Hamburg.

New Global Wind hat in Stralsund die Consulting-Firma MEC Mobility Energy Consult GmbH mit dem Projekt- und Ansiedlungsmanagement vor Ort beauftragt.

Im Verlauf des Bieterverfahrens für die Volkswerft waren von NGW ursprünglich geplante Ansiedlungsprojekte in Stralsund modifiziert, erweitert bzw. reduziert worden. So hat NGW frühzeitig Abstand genommen vom Neubauprojekt einer Produktionsstätte für getriebelose Windkraft-Turbinen im maritimen Industrie- und Gewerbegebiet „Franzenshöhe“. Statt-dessen sollen Prototypen der hochinnovativen Turbinentechnik für Offshore- und Onshore-Windräder jetzt zunächst auf einer Teilfläche der ehemaligen Volkswerft gefertigt werden.  Sofern vor Ort dazu die Voraussetzungen gegeben sind. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat angekündigt, dass das Industriegelände unmittelbar an der Kaikante zu einem maritimen Gewerbegebiet entwickelt werden soll.

Weiter verfolgt werden von NGW die Ansiedlungspläne im Stralsunder Gewerbegebiet an der Hufelandstraße. Direkt angrenzend am Autobahnzubringer A20 und am bestehenden Gewerbegebiet Lüdershagen soll der „Innovationspark Stralsund“ entstehen. Gegenwärtig wird dazu ein 42 Hektar großes Areal baulich erschlossen. Die aktuelle Projektplanung für den „Innovationspark Stralsund“ sieht vor, drei Produktions- und Forschungsstätten zu errichten, die auf Erneuerbare Energien fokussiert sind. So wird im nordöstlichen Bereich des Parks eine innovative Rotorblatt-Produktion installiert. Der hohe Automatisierungsgrad von 80 Prozent ist in dieser Fertigungstechnologie weltweit einzigartig. Pro Jahr sollen 600 Rotor-blätter mit einer Länge von bis zu 70 Metern für Offshore- und Onshore-Windkraftanlagen hergestellt werden. Außerdem ist vorgesehen, eine bisher nicht markteingeführte neue Speicherbatterie zu produzieren. Diese ist in der Lage, privat wie auch gewerblich erzeugten Wind- und Solarstrom zu speichern und mit Zeitverzug in das Stromnetz einzuspeisen. „Wir bringen die neuen anspruchsvollen Technologien am Strelasund zur Prozessreife und werden dabei auch sehr eng mit der Fachhochschule Stralsund zusammen arbeiten“, verweist NGW-Geschäftsführer Wolfgang Trüschel auf die künftig enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft im Innovationspark. Die Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund hatte im November 2013 die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal beschlossen.

Die Absicht von NGW, am Standort Stralsund festzuhalten, und die geplanten Ansiedlungs-projekte erfahren starke Unterstützung von regionalen Partnern, beispielsweise vom Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Hansestadt Stralsund und vom Unternehmer-verband Vorpommern.

PM: Thomas Schwandt / www.schwandt-ppp.de

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