10% Kostenreduktion in der Offshore-Windenergie

10% Kostenreduktion in der Offshore-Windenergie / Pressebild: DNV
10% Kostenreduktion in der Offshore-Windenergie / Pressebild: DNV

DNV GL: Potential von mindestens 10% Kostenreduktion in der Offshore-Windenergie durch Integriertes Design

  • DNV GL’s FORCE Bericht (For Reduced Cost of Energy) zeigt Reduzierungen der Stromgestehungskosten, von  mindestens 10% anhand von vier Schlüsseltechnologien auf.
  • Kosteneinsparungen von 10% sind bei konservativer Schätzung mit einem Kapitalvolumen von 1 Mrd. € für das nächste Jahrzehnt gleichzusetzen.
  • Die Stromgestehungskosten aus Offshore-Wind sind derzeit etwa 50% höher als die aus Onshore-Wind. Um die Kostensenkung im Offshore-Sektor zu erreichen, bedarf es jedoch einer engeren Zusammenarbeit der verschiedenen Branchenteilnehmer.

(WK-intern) – Glasgow, Schottland & Hamburg Deutschland: DNV GL’s FORCE Report (For Reduced Cost of Energy) zeigt Möglichkeiten zur Verringerung der Stromgestehungskosten von mindesten 10% auf, wenn ein integrierter Ansatz von vier bereits marktreifen Technologien gewählt wird. Die durch das FORCE-Team ermittelten Kosteneinsparungen könnten schon heute, durch bessere Zusammenarbeit in der Offshore-Industrie, in den Bereichen Design, Engineering – und Beschaffungsprozesse umgesetzt werden.  Klicken Sie hier, um zum vollständigen Bericht zu gelangen.

Das Projekt „FORCE“ wurde ins Leben gerufen, um die Idee des “integrierten Design” näher zu beleuchten und die daraus resultierenden Kostenreduktionen auf typische Offshore-Windenergie Projekte zu ermitteln. Angespornt von dieser Idee hat DNV GL ein Team aus 25 erfahrenen Ingenieuren der Fachdisziplinen Kostenmodellierung, Offshore-Lastberechnung sowie Rotorblatt-, Steuerungs-, Antriebsstrang- und Fundament-Entwicklung zusammengestellt. Das Projekt ergibt, dass durch den intergierten Ansatz sehr große Kostenreduktionspotentiale beim Design von Offshore-Windenergieanlagen  sowie bei den Fundament- und Tragestrukturen erreichbar sind. Durch die Kombination von vier Schlüsseltechnologien, den sogenannten „Killer-Apps“ (integriertes Design, gelockerte Frequenzengrenzen, verbesserte Steuerung und schlankere, schnellere Rotorblätter) könnten im nächsten Jahrzehnt Kapitalkosten von 1 Mrd. € eingespart werden.

Diese Ansätze können allerdings nur dann ihre Wirkung erzielen, wenn sich die Offshore-Industrie in den Bereichen Engineering, Design und Beschaffung auf Veränderungen einlässt. DNV GL befürwortet dabei eine Verlagerung zu einem gemeinschaftlichen Ansatz, um die derzeitigen Missstände zwischen Risiko und Nutzen zu beseitigen.

Executive Vice President für Erneuerbare Energien bei DNV GL, Dr. RV Ahilan kommentiert: “Die Kosteneinsparungen die durch das FORCE-Team offen gelegt wurden, könnten bereits jetzt durch die Industrie umgesetzt werden. Das Problem ist, dass derzeit ein Missverhältnis zwischen Planungsrisiko und Nutzen für die beteiligten Parteien besteht. Während ersteres meist bei den Windenergieanlagenherstellern liegt, profitiert bei letzterem die komplette Offshore-Branche.

Wir haben die Technologie – es ist nun an der Zeit die Kommerziellen Barrieren zu überwinden und alle an einem Strang zu ziehen.“

Um diese Hindernisse zu überwinden, bedarf es nach Ansicht von DNV GL einem schnellen Wechsel zu einem kooperativen und integrativen Ansatz bei der Entwicklung, Herstellung und Beschaffung im Rahmen von Offshore-Windenergie Projekten. DNV GL legt sein Augenmerk dabei auf ein Joint Industrie Projekt (JIP), um die Umsetzung zu beschleunigen.

DNV GL hofft, dass der in diesem Bericht erläuterte “kooperative Ansatz” auf breite Zustimmung trifft und dadurch ein umdenken beim Bau und Betrieb von Offshore-Windenergiealagen stattfindet. Dies ist zwingend nötig, um das durch das FORCE-Projekt offen gelegte Kostensenkungspotential auch wirklich voll ausschöpfen zu können.

Peter Frohböse, Leiter der Abteilung Offshore bei DNV GL in Deutschland fügt hinzu: “Aus technischer Sicht ist nach Auffassung unserer Windenergieanlagen – und Designexperten die Umsetzung der Ideen und die damit verbundene Kostenreduzierung in kurzer Zeit realisierbar. Nun ist es an der Zeit, die Hürden anzugehen und die Offshore-Windbranche zu einer der führenden Technologien für die deutsche Energiewende zu machen. Diese Aufgabe wird gute Kooperation und ein großes Maß an Vertrauen zwischen den Beteiligten erfordern. DNV GL fühlt sich verpflichtet, als Mittelpunkt dieser Unternehmungen zu fungieren.“

Dr. Tim Camp, Leiter von Turbine Engineering bei DNV GL erklärt: “Wir sind davon überzeugt, dass ein gesundes Maß an Zusammenarbeit letztlich genauso wichtig ist, wie ein gesundes Maß an Wettbewerb. Während wir bezogen auf Letzteres in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht haben, ist es nun an der Zeit, sich wie eine gereifte Branche zu verhalten – indem wir uns der Zusammenarbeit und Integration öffnen.”

DNV GL

Inspiriert durch das Ziel, Leben, Eigentum und Umwelt zu schützen, verbessert DNV GL die Sicherheit und Nachhaltigkeit Ihrer Projekte. DNV GL bietet Klassifi ation und technische Sicherheit sowie Software und unabhängige fachmännische Beratung für die Schiffs-, Öl- und Gas- sowie Energieindustrie und darüber hinaus auch Zertifizierungsleistungen für Kunden aus vielen weiteren Branchen. Das 1864 gegründete Unternehmen DNV GL ist in über 100 Ländern weltweit vertreten. Unsere 16.000 internationalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen unseren Kunden jeden Tag, die Welt sicherer, intelligenter und grüner zu machen.

In der Energiebranche vereinigt DNV GL in sich die Stärken von DNV, KEMA, Garrad Hassan und GL Renewables Certification. Unsere 3.000 Energieexperten unterstützen Kunden rund um den Globus um eine sichere, zuverlässige, effiziente und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Wir sind weltweit führender Anbieter von Test-, Zertifizierungs- und Beratungsdienstleistungen für die Energie-Wertschöpfungskette einschließlich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Unsere Expertise erstreckt sich auf Onshore- und Offshore-Windenergie, Solarenergie, konventionelle Stromerzeugung, -leitung und -verteilung, Smart Grids und nachhaltige Energienutzung sowie Energiemärkte und Vorschriften.

Unsere Test-, Zertifizierungs- und Beratungsdienstleistungen werden unabhängig voneinander angeboten.  Erfahren Sie mehr unter www.dnvgl.com/energy

PM: DNV

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