Wirtschaftlichkeit der Eigenstromanlagen wird durch EEG-Umlage massiv gefährdet

Wind- & Sonnenenergie / Foto: HB
Wind- & Sonnenenergie selber nutzen / Foto: HB

VDMA warnt vor zu massiver Belastung bei der Eigenstromversorgung

Eine Beteiligung der Eigenstromversorgung an der EEG-Umlage von bis zu 40 Prozent gefährdet die Wirtschaftlichkeit der Anlagen massiv.

Der VDMA spricht sich weiterhin für eine verursachungsgerechte Beteiligung bei Eigenstromanlagen aus.

(WK-intern) – Berlin – Zeitungsberichten zufolge soll die neue industrielle und gewerbliche Eigenstromversorgung bis zu 40 Prozent an der EEG-Umlage beteiligt werden.

“Eine Beteiligung von bis zu 40 Prozent schießt weit über das Ziel hinaus”, so Dr. Reinhold Festge, VDMA Präsident. “Wir appellieren an die Politik, die Eigenerzeugung nicht nur als Kostenblock im EEG zu betrachten”, so Festge weiter. Gerade im Falle von KWK-Anlagen ist die Eigenerzeugung kein Selbstzweck, sondern eine wichtige Säule zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Durch die ausschließliche Betrachtung des Strommarktes geht ihr positiver Beitrag zur Effizienzsteigerung und CO2-Minderung im Wärmemarkt verloren. Der Aufwand für den Nachweis der Eigenstromerzeugung ist gerade für kleine Stromerzeuger mit hohen Volllaststunden unverhältnismäßig hoch. Aus diesem Grund sollte auch die Bagatellgrenze unbedingt erhalten bleiben, wohingegen der 10-MWh-Deckel fallen sollte.

Nur noch 11 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer planen eine Eigenstromversorgung. 60 Prozent der befragten Unternehmen, die keine eigene Versorgung planen, kritisieren die geplante Regelung einer Beteiligung des Eigenstroms an der EEG-Umlage. Ihrer Einschätzung nach wird der Betrieb einer Eigenstromversorgung durch die neue Regelung unwirtschaftlich. Dies geht aus der aktuellen Umfrage des Energiewende-Barometers Maschinenbau hervor. Noch im vergangen Jahr planten rund 16 Prozent der Befragten aus dem Maschinen- und Anlagenbau eine Eigenstromversorgung. Die Ergebnisse der Umfrage bestätigen die Befürchtungen des VDMA, dass durch die Pläne der Politik insbesondere der Zubau von KWK-Anlagen drastisch ausgebremst wird.

Der VDMA lehnt eine EEG-Umlage auf eigenverbrauchten Strom als nicht verursachungsgerecht ab. Stattdessen sollte eine stärker leistungsorientierte Beteiligung an den Netzkosten und an den für die Versorgungssicherheit erforderlichen Kosten für die gesicherte Kapazitätsbereitstellung im Rahmen der angekündigten Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) geprüft werden. Wenn allerdings unter dem Aspekt der Solidarisierung eine Einbeziehung gefordert wird, so ist eine Belastung von maximal 25 Prozent vertretbar.

Die kompletten Ergebnisse des aktuellen Energiewende-Barometers Maschinenbau werden in Kürze veröffentlicht.

PM: VDMA

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