Wasserkraftwerk Mittweida: Zwei neue Wasserturbinen erhöhen Stromerzeugung um ca. 30 %

Feierliche Wiederinbetriebnahme des Wasserkraftwerks Mittweida

  • Stromerzeugung um 30 Prozent gesteigert
  • Gute Zusammenarbeit mit Firmen und Behörden

envia THERM hat am 6. Juni das Wasserkraftwerk Mittweida nach der Erneuerung der Wasserturbinen feierlich wieder in Betrieb genommen.

(WK-intern) – Das Unternehmen hatte seit März 2013 zwei Wasserturbinen im Wasserkraftwerk an der Zschopau erneuert. Mit einer installierten Leistung von nunmehr 1,1 Megawatt erhöht sich damit die jährliche Stromerzeugung um ca. 30 Prozent. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 2,8 Millionen Euro.

Größte Herausforderung war der Austausch der Turbinen. Auf Grund der geringen Baufreiheit und der vorhandenen Gebäudestrukturen war das Vorhaben logistisch und bautechnisch besonders anspruchsvoll. Erschwerend hinzu kam das Hochwasser im Juni letzten Jahres, welches neben Schäden an den Wasserleiteinrichtungen und den Dämmen einen Zeitverzug von vier Wochen bei der Bautätigkeit mit sich brachte. Ende 2013 wurde die Anlage wieder ans Netz angeschlossen und befand sich seit dem im Probebetrieb.

“Dank der sehr guten Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen und der hohen Einsatzbereitschaft der Kollegen vor Ort konnte der Verzug wieder wett gemacht werden. Wir sind stolz darauf, dass wir trotz des Hochwassers die Anlage in nur neun Monaten Bauzeit erneuern konnten”, so Holger Linke, Geschäftsführer der enviaTHERM.

Die Stromerzeugung hat in Mittweida eine lange Tradition. Bereits 1903 begannen die Stadtväter Mittweidas mit der Planung für ein Kraftwerk an der Zschopau, das schließlich 1909 in Betrieb ging und mit Kohle befeuert wurde. 1919 begann der Bau eines Laufwasserkraftwerkes, welches 1923 fertig gestellt wurde.

Ein Teil des Gebäudekomplexes wird heute von der Fachhochschule Mittweida als Labor genutzt, ein anderer dient als Bildungs- und Kommunikationszentrum. “In Zusammenarbeit mit dem Förderverein Wasserkraftwerk Mittweida e.V. und der Hochschule ist es envia THERM. gelungen, die Anlage wieder zu einem gepflegten technischen Denkmal herzurichten”, sagt Hagen Boettcher, Gruppenleiter für den Betrieb regenerativer Anlagen der envia THERM. Führungen, Vorträge und Ausstellungen runden das Angebot ab.

envia THERM hat im Jahr 2013 156 Millionen Kilowattstunden Strom aus regenerativen Quellen erzeugt. Neben konventionellen Erzeugungsanlagen betreibt envia THERM 14 Wasserkraftwerke, vier Windparks, sechs Biogasanlagen, ein Biomasse-Heizkraftwerk und ein Biomethan-Blockheizkraftwerk.

Über die envia THERM GmbH

Die envia THERM GmbH, Bitterfeld-Wolfen, ist eine 100-prozentige Tochter der envia Mitteldeutsche Energie AG. Das Unternehmen versorgt in Ostdeutschland als Contracting-Anbieter Kunden mit Fernwärme, Kälte und Prozessdampf aus Gas- und Dampfturbinenanlagen, Heizwerken, dezentralen Blockheizkraftwerken und Heizzentralen. Darüber hinaus betreibt envia THERM regenerative Erzeugungsanlagen (Wind, Wasser, Biomasse, Biogas, Biomethan).

Die enviaM-Gruppe ist der führende regionale Energiedienstleister in Ostdeutschland. Der Unternehmensverbund versorgt rund 1,4 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Energie-Dienstleistungen. Zur Unternehmensgruppe mit mehr als 4.100 Beschäftigten gehören die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, sowie weitere Gesellschaften, an denen enviaM mehrheitlich beteiligt ist. Gemeinsam gestalten sie die Energiezukunft für Ostdeutschland. Anteilseigner der enviaM sind die RWE AG mit 58,6 Prozent und rund 650 ostdeutsche Kommunen mit 41,4 Prozent.

PM: envia THERM GmbH

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