CKW plant Windpark in Kulmerau/Kirchleerau

Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) plant ein neues Windkraftprojekt / Pressefoto. Umspannwerk, CKW
Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) plant ein neues Windkraftprojekt / Pressefoto: Umspannwerk, CKW

Beflügelt von der erfolgreichen Inbetriebnahme des grössten Windkraftwerks der Zentralschweiz plant die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) ein neues Windkraftprojekt.

Vier Windkraftanlagen sollen frühestens im Jahr 2017 in den Gemeinden Triengen (LU) und Kirchleerau (AG) entstehen. CKW möchte an der luzernisch-aargauischen Grenze jährlich Strom für 2‘800 Vierpersonenhaushalte produzieren und gut 18 Millionen Franken investieren.

(WK-intern) – Für die Energiezukunft möchte CKW bis ins Jahr 2050 2,4 Milliarden in die Stromproduktion aus neuen Energien investieren.

Letztes Jahr baute sie ihr erstes Windkraftwerk auf der Entlebucher Alp Lutersarni und beteiligte sich an neun Windparks in Frankreich. In den Gemeinden Triengen (Ortsteil Kulmerau, LU) und Kirchleerau (AG) startet CKW nun die Projektierung für einen Windpark mit vier Windkraftanlagen und einer Gesamtleistung von 9,2 Megawatt.

Langjährige und wertvolle Vorarbeiten zum Projekt leistete der Schenkoner Windenergie-Pionier und Projektentwickler Anton Suter. Er hat das Projekt kürzlich an CKW übergeben. «CKW hat mit dem Windkraftwerk im Entlebuch ihr Know-how unter Beweis gestellt. Gemeinsam möchten wir einen wichtigen Beitrag an die Erreichung der Energieziele in der Region leisten», so Anton Suter.

Realisierung grundsätzlich möglich

Vorabklärungen zeigen, dass eine Realisierung des Windparks grundsätzlich möglich wäre. «Transport und Bau sind am geplanten Standort einfacher als im Entlebuch. Doch auch bei diesem Projekt sind wir mit ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert», erläutert Peter Suter, Leiter Neue Energien. Messungen in der Nähe haben gute Windvorkommnisse aufgezeigt. Mit weiteren Windmessungen am Standort selber möchte CKW während eines Jahres zusätzlich die Aktivitäten der Fledermäuse und etwaige Betriebseinschränkungen zu deren Schutz untersuchen.

Bau frühestens im 2017

Mit dem Bau der vier Windkraftanlagen kann CKW nach dem Baubewilligungsverfahren frühestens im Jahr 2017 beginnen. Bis dahin sind raumplanerische Vorbedingungen zu erfüllen:

Der Kanton Aargau hat den Standort Kirchleerau bereits im Jahr 2013 in seinen Richtplan für Windenergieanlagen aufgenommen. Als weiterer Schritt ist eine regionale Beurteilung des Projektes durch den Regionalverband Suhrental vorgesehen. «Wie begrüssen die Initiative, die doch guten, vorherrschenden Windverhältnisse in unserer Region sinnvoll zu nutzen, und unterstützen daher dieses interessante, interkantonale Projekt», erklärt Erich Hunziker, Gemeindeammann der Aargauer Gemeinde Kirchleerau.

Auf Luzerner Seite muss das Gebiet noch als Windzone definiert werden. Dies erfolgt über ein Windparkkonzept des regionalen Entwicklungsträgers Sursee Mittelland. Danach erfolgt eine ordentliche Zonenplanänderung in den Standortgemeinden, die der Zustimmung der Gemeindebürger und der kantonalen Behörden bedarf. «Für das Surental ist der Windpark von beachtlicher Bedeutung, könnte er doch etwa die Hälfte aller Haushalte in den Gemeinden Triengen, Büron, Geuensee, Knutwil und Schlierbach mit Naturstrom versorgen. Als Energiestadt möchten wir mit zukunftsorientierten Projekten auch eine Vorbildfunktion übernehmen», führt Martin Ulrich, Gemeindepräsident der Luzerner Gemeinde Triengen, aus. Das Luzerner Surental ist prädestiniert für Energieprojekte, da der Bund es im Rahmen des Programms «Energie-Region» als Pilotregion ausgewählt hat.

Die Gemeinden Kirchleerau und Triengen führen gemeinsam mit CKW Info-Abende für die Bevölkerung durch: am Montag, 2. Juni 2014, 20.00 Uhr in der Turnhalle Kirchleerau, am Donnerstag, 5. Juni 2014, 19.30 Uhr im Vereinslokal Schmiedrued-Walde und am Montag 16. Juni 2014, 19.45 Uhr im Forum Triengen.

PM: Kraftwerke AG (CKW)

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