EEG-Novelle belastet industriellen Mittelstand

Innovationspreis /  ©Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie
Innovationspreis / ©Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

Bundestagsabgeordnete Karliczek und Schiewerling besuchen Schmitz-Werke

Die von der Bundesregierung geplante Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) stößt beim industriellen Mittelstand auf scharfe Kritik.

(WK-intern) – „Die Belastungen für die Unternehmen steigen und unsere Wettbewerbsfähigkeit wird geschwächt“, erklärte Justus Schmitz, Textilunternehmer aus Emsdetten bei einem Unternehmensbesuch der CDU-Bundestagsabgeordneten Anja Karliczek und Karl Schiewerling.

Schmitz, der auch Vizepräsident des Gesamtverbands textil+mode ist, sprach sich für einen Systemwechsel bei der Finanzierung der Energiewende aus. „Die Energiewende ist gesamtgesellschaftlich gewollt, sie sollte daher auf eine andere Finanzierungsbasis gestellt werden“, so Schmitz. „So sollte zumindest ein Teil der Kosten über einen Nachhaltigkeitspakt gestreckt und über einen längerfristigen Zeitraum finanziert werden.“

Karliczek und Schiewerling interessierten sich bei den Schmitz-Werken vor allem für die Lösung, die das Unternehmen für die Abfederung von saisonalen Spitzenbedarfen an Fachpersonal für die Fertigung von Markisen gefunden hat. „Wir haben im gesamten Dezember und Januar so viele Bestellungen wie an einem Tag im Mai“, sagte Dan Schmitz, Geschäftsführer der Schmitz-Werke. Um im Sommer mit erfahrenem Fachpersonal Markisen fertigen zu können, haben die Schmitz-Werke ein Tochterunternehmen gegründet, bei dem die Mitarbeiter angestellt sind, die nur in den Sommermonaten benötigt werden. In den anderen Jahreszeiten werden die Mitarbeiter in anderen Unternehmen in der Nachbarschaft beschäftigt, bei denen die Spitzenauslastungen im Herbst und Winter liegen.

Für MdB Schiewerling, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, ist das Modell hoch interessant und richtungsweisend. „Das ist eine Win-Win-Situation für alle: Die Mitarbeiter bleiben in der Region und wissen, wann sie wo eingesetzt werden, die Unternehmen haben erfahrenes Fachpersonal, wenn sie es benötigen“, sagte Schiewerling.

Karliczek, die Mitglied des Finanzausschusses ist, sagte zu, das von der Familie Schmitz angesprochene Problem der Erbschaftssteuer bei Betriebsübergängen in Berlin anzusprechen. Zwar seien die Schmitz-Werke von der Problematik nicht betroffen gewesen, aber ihm seien viele Unternehmen bekannt, bei denen Erben gezwungen gewesen einen, Kredite aufzunehmen, um sich ihr Erbe leisten zu können. „Das ist vor allem dann der Fall, wenn der Betriebsübergang ungeplant erfolgen muss, zum Beispiel beim Tod des Vaters, und ein Kind das Unternehmen übernehmen will“, berichtete Dan Schmitz. Karliczek erklärte, dass es Ziel der CDU sei, Betriebsübergänge zu erleichtern. „Gerade für den Mittelstand müssen hier geeignete Lösungen gefunden werden, um hier Arbeitsplätze zu sichern“, sagte die Bundestagsabgeordnete.

PM: Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.

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