Siemens liefert acht Direktantrieb 3,0 MW-Windanlagen für Bürgerwindpark

Acht direkt angetriebene Windenergieanlagen mit Rotordurchmessern von 113 Metern und einer Leistung von je 3 MW liefert Siemens für Klixbüll.
Acht direkt angetriebene Windenergieanlagen mit Rotordurchmessern von 113 Metern und einer Leistung von je 3 MW liefert Siemens für Klixbüll. / PB: Siemens

Siemens liefert acht Windturbinen für Bürgerwindpark Klixbüll in Schleswig-Holstein

  • Installierte Leistung in Klixbüll steigt von 15 auf 39 Megawatt
  • Ausstattung “Reactive Power at No Wind” zur Netzstabilisierung

Siemens Energy hat einen Auftrag für den Bürgerwindpark Klixbüll in Schleswig-Holstein erhalten.

(WK-intern) – Für das Onshore-Projekt nahe der Nordseeküste kurz vor der dänischen Grenze kommen acht moderne Anlagen mit Direktantrieb und jeweils 3,0 Megawatt (MW) Leistung zum Einsatz.

Die Zweite Klixbüller Energie GmbH & Co. KG, die sich vollständig in Bürgerhand befindet, erweitert mit ihrem neuen Windkraftwerk bis zum Herbst die vor Ort installierte Leistung um 24 MW auf 39 MW. Eine Option, mit der das Projekt sogar bei Windstille das Stromnetz durch das Einspeisen von Blindleistung stabilisiert, sichert zusätzliche wirtschaftliche Vorteile. Darüber hinaus wird Siemens die Instandhaltung für 20 Jahre im Rahmen eines Vollwartungsvertrags übernehmen.

Am Standort im windreichen Kreis Nordfriesland sind bereits sechs Anlagen von Siemens im Einsatz: Zwei SWT-3.6-107 bilden seit 2006 den Grundstock des ersten Bürgerwindparks in der Gemeinde Klixbüll. Acht zusätzliche SWT-3.0-113 mit Rotordurchmessern von 113 Metern und einer Leistung von je 3 MW werden nicht nur die Gesamtleistung mit zusätzlichen 24 MW mehr als verdoppeln. Sie bieten darüber hinaus technische Finessen, die das gesamte Projekt noch wirtschaftlicher machen. Sogar bei völliger Flaute wird der Windpark einen Beitrag zur Energiewende leisten, wenn die neuen Anlagen im Herbst 2014 am Netz sind. Dahinter steckt die Siemens-Technologie “Reactive Power at No Wind“. Dank dieser Technologie kann die Windturbine bei Windstille das Wechselspannungsnetz unterstützen und damit ein technisches Problem der dezentralen Energieerzeugung lösen: Vor allem industrielle Kunden, die große Mengen Wirkleistung aus den Netzen entnehmen, können die Netzfrequenz durch ihren Blindleistungsbedarf stören und damit eine Erwärmung der Leitungen verursachen. Mit der Option “Reactive Power at No Wind” wirkt der Windpark dieser Frequenzverschiebung entgegen und stabilisiert das Wechselspannungsnetz. Der Windparkbetreiber produziert somit selbst Blindleistung und stellt sie dem Netzbetreiber bereit. Das reduziert die jährlichen Betriebskosten erheblich.

Geräuschemissionen sind für die Planung am Standort Klixbüll kein Thema, da die SWT-3.0-113 von Siemens besondere Möglichkeiten mitbringt. Im nächtlichen Schallschutzbetrieb erzeugt jede Anlage eine Leistung von weit über 2 MW, der Schallpegel lässt sich dabei aber um bis zu -6 dB(A) reduzieren. Klixbülls Bürgermeister Werner Schweizer, zugleich Beiratsvorsitzender der Zweiten Klixbüller Energie GmbH & Co. KG und Ernst-Wilhelm Petersen, Geschäftsführer der Zweiten Klixbüller Energie Verwaltungs GmbH sind von den Siemens-Anlagen und ihren Optionen überzeugt. “Ich freue mich, dass wir eine optimale Lösung für unser Projekt gefunden haben”, sagt Bürgermeister Werner Schweizer. Geschäftsführer Ernst-Wilhelm Petersen ergänzt: “Sowohl den Interessen der Bürger als auch volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Zielen wird der Anlagentyp aufgrund seiner Regelbarkeit und seiner spezifischen Optionen gerecht.”

Windenergie und der dazugehörige Service sind Teil des Siemens-Umweltportfolios. Rund 43 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf grüne Produkte und Lösungen. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter eines breit gefächerten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2013 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 26,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 28,8 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug rund 2 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2013 rund 83.500 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.de/energy
PM: Siemens

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