windrichtungen: Änderungsvorschläge für den Ausgleichs- & Regelenergiemarkt

Energiewende jetzt erfolgreich gestalten/ Foto: HB
Veranstaltungsreihe “windrichtungen” der IG Windkraft / Foto: HB

Konsens für rasche Änderungen

IG Windkraft präsentiert Änderungsvorschläge für den Ausgleichs- & Regelenergiemarkt

(WK-intern) – Wien – Bei der Veranstaltung “windrichtungen” der IG Windkraft wurde nochmals die neue Studie “Ausgleichsenergiekosten der Ökostrombilanzgruppe für Windkraftanlagen” von Jürgen Neubarth, e3 consult, präsentiert und mit E-Control, APG und OeMAG diskutiert.

“In einem sind sich hier alle einig, es besteht dringender Handlungsbedarf den Ausgleichs- und Regelenergiemarkt zu ändern”, stellt Neubarth fest. “Es freut mich, dass die dringende Notwendigkeit für Änderungen auch von E-Control, APG und OeMAG gesehen werden”, erklärt Stefan Moidl, IG Windkraft, und ergänzt: “Dies kann nun Basis für die dringend erforderliche Umgestaltung sein. ”

Heute fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe “windrichtungen” der IG Windkraft die öffentliche Präsentation der neuen Studie “Ausgleichsenergiekosten der Ökostrombilanzgruppe für Windkraftanlagen” von Jürgen Neubarth statt. Martin Graf (E-Control), Gerhard Christiner (APG), Horst Brandlmeier (OeMAG) und Stefan Moidl (IG Windkraft) diskutierten unter Moderation von Markus Groll (trend) die Ergebnisse. Einigkeit herrschte zwischen den Diskutanten, dass die dringenden Änderungen rasch umgesetzt werden müssen. “Sowohl für die kurzfristige Vermarktung von Strom aus der OeMAG-Bilanzgruppe, wie auch für die Weiterentwicklung einer verursachergerechten Kostenaufteilung im österreichischen Ausgleichsenergiemarkt, gab es breite Zustimmung”, bemerkt Moidl.

Dringendste Änderungsvorschläge:

  • Schaffung einer Gesprächsplattform zur Diskussion von Maßnahmen zur Reduzierung der Ausgleichsenergieaufwendungen der Ökostrombilanzgruppe
  • Weiterentwicklung der Prognosesystematik für Einspeisung Windstrom
  • Einführung einer Intraday-Bewirtschaftung der Ökostrombilanzgruppe
  • Einführung eines Bonus-/Malus-Systems als wirtschaftlichen Anreiz die Ausgleichsenergieaufwendungen der Ökostrombilanzgruppe nachhaltig zu reduzieren
  • Weiterentwicklung des österreichischen Regel- und Ausgleichsenergiemarkts unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen von Ökostromanlagen

Marktversagen bei Ausgleichs- und Regelenergie
Aufgrund einer Gesetzesänderung des ElWOG 2010 führte die E-Control im Jahr 2012 eine marktbasierte Beschaffung von Sekundärregelleistung ein und änderte die Systematik zur Berechnung der Ausgleichsenergiepreise. Parallel dazu sind die Kosten für Ausgleichsenergie in Österreich in den vergangenen Jahren spürbar und gegen den internationalen Trend gestiegen – seit 2011 um mehr als das 2,5-fache. “Insgesamt explodierten auch die Kosten des gesamten Regelenergiemarktes von 90 Mio. Euro auf über 170 Mio. Euro pro Jahr”, so Moidl und betont abschließend: “Die heutige konstruktive Diskussion muss in den nächsten Monaten zu konkreten Verbesserungen im Regel- und Ausgleichsenergiemarkt führen.”

PM: IG Windkraft

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