Windenergie an Land steht für 159.000 Arbeitsplätze und für 8,2 Milliarden Euro Investitionen

Ausbauziele nicht gefährden und Energiewende voranbringen / Foto: HB
159.000 Arbeitsplätze – Der Exportanteil deutscher Anlagenhersteller liegt bei 67 Prozent / Foto: HB

Wachsende Wertschöpfung dank Energiewende

Als Leistungsträger der Energiewende wird die Windenergie in Deutschland immer mehr zu einem starken Pfeiler der deutschen Volkswirtschaft.

(WK-intern) – Der Exportanteil deutscher Anlagenhersteller liegt bei 67 Prozent.

Betreiber und Dienstleister – vom Projektierer über den Windgutachter bis zum Wartungsunternehmer – sind international gefragte Fachleute. Der seit Jahren stabile und so berechenbare Ausbau der Windenergie im Heimatmarkt Deutschland ist dabei die entscheidende Voraussetzung für den Erfolg der Branche.

Heute produzieren 23.645 Windkraftanlagen in ganz Deutschland preiswert sauberen Strom. Windenergie an Land hat als preiswerteste Technologie auch künftig ein großes Potential und leistet einen wichtigen Beitrag für die regionale Wertschöpfung vor Ort. Im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie hat DIW Econ die Studie „Die ökonomische Bedeutung der Windenergiebranche (Windenergie an Land)“ erarbeitet (ANLAGE).

„Das Statistische Bundesamt kennt in seiner Wirtschaftszweigklassifikation die Windenergiebranche noch nicht. Die steigende Wertschöpfung aus diesem Bereich der deutschen Wirtschaft findet sich deshalb in den Statistiken beim Maschinenbau, der Elektrotechnik, den unternehmensnahen Dienstleistungen, aber auch im Bereich der verschiedenen Zulieferbranchen. DIW Econ hat nun herausgearbeitet, dass die Windenergiebranche für deutlich über 100.000 Arbeitsplätze, eine Investitionsnachfrage in Höhe von 8,2 Milliarden Euro und zusätzlich 1,2 Milliarden Euro an Nachfrage nach Betriebsleistungen steht“, fasste Michael Arnold von DIW Econ die Ergebnisse zusammen.

„Unsere Branche hat sich zum Motor der Energiewende gemausert. Als preisgünstigste erneuerbare Energie leisten wir mit immer effizienteren und immer besser in das Netz zu integrierenden Anlagen einen wesentlichen Beitrag zum Umbau des Energiesystems. Durch die Vielzahl der Akteure und die dezentrale Stromerzeugung fließt die von uns erbrachte Wertschöpfung direkt in die Regionen. So profitierte die öffentliche Hand mit 3,39 Milliarden Euro jährlich durch Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen allein bei der Herstellung von Windenergieanlagen an dieser Entwicklung. Die weiter wachsende Windbranche ordnet sich mit einem gesamten Wertschöpfungseffekt von 14,48 Mrd. Euro im Mittelfeld der Wertschöpfung der deutschen Wirtschaft ein und steht mit ihrer Exportstärke zudem für den Innovationsstandort Deutschland“, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie.

„Dafür braucht unsere Branche stabile Rahmenbedingungen. Wir erwarten deshalb, dass der Gesetzgeber in Bund und Ländern den positiven Formulierungen zur Energiewende auch gesetzgeberische Taten folgen lässt. Ein rein restriktiv angelegtes EEG ist genauso wenig landesgesetzlich festgelegte pauschale Abstandsregelungen zur Wohnbebauung oder zu Straßen geeignet, den Herausforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Die Reduktion auf eine einseitige Kostendebatte muss genauso beendet werden, wie die ungleiche Belastung von Industrie und Verbrauchern. Die Energiewende bietet die Chance, Wertschöpfung in die Regionen und den ländlichen Raum zurückzuholen. Diese Chance muss auch die Politik erkennen und unterstützen“, unterstrich Hermann Albers.

Downloads:
Studie: Die Ökonomische Bedeutung der Windenergiebranche
Foliensatz zur ökonomischen Bedeutung der Windenergiebranche

PM: BWE

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