Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung plant Energieforschungsprogramm

Windkraftleistung wieder um 16,6% gestiegen / Foto: HB
Windräder in MV – Themen des Forschungsprogramms werden die Netz- und Speichertechnologien / Foto: HB

Landesregierung plant eigenständiges Energieforschungsprogramm

Nr. 95/14-15.05.2014-EM-Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung

Die Landesregierung plant in der neuen EU-Strukturfondsförderperiode im Bereich der Energie ein eigenständiges Energieforschungsprogramm.

(WK-intern) – Darin haben sich das Bildungs- und das Energieressort nach Beginn der Legislaturperiode frühzeitig im neu gegründeten Landesenergierat Mecklenburg-Vorpommern verständigt, die forschungs- und energiepolitischen Zielsetzungen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen zu synchronisieren, sagte Energieminister Christian Pegel im Landtag in Schwerin.

„Die Energiewende stellt uns vor vollkommen neue Herausforderungen. Und wie bei der Wirtschaftsentwicklung in diesen relativ neuen Unternehmensbranchen der Erneuerbaren Energien ist auch in der Wissenschaftswelt das Fell des Bären in diesem verhältnismäßig neuen Forschungsfeld nicht schon lange und beinahe unveränderlich verteilt. Deshalb gibt es viele gute Gründe, diesem Forschungsbereich besondere Aufmerksamkeit zu widmen“, erklärte der Minister.

Pegel betonte, dass der Bereich der Erneuerbaren Energien ein Bereich im Land ist, in dem die Forschung auf praktische Erfahrungen und Fragen aus der Praxis vor ihrer Haustür zurückgreifen kann. „Vor allem ist es aber ein Bereich, in dem Forschungsergebnisse hinterher realistisch bei uns in die wirtschaftliche Praxis eingespielt werden können. Hier haben wir echtes Potenzial, das aus Forschung in unserem Land unmittelbare Wertschöpfung in unserem Land generiert werden kann.

Verbundforschung und Forschungstransfer sind hier nicht nur Wunsch oder vage Hoffnung, sie drängen sich geradezu auf“, so der Energieminister.

Themen des Forschungsprogramms werden die Netz- und Speichertechnologien vor dem Hintergrund der verstärkt regenerativen Energieversorgung sein. Dabei sollen auch die Berufs- und Entwicklungschancen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler verbessert und damit die dringend benötigten Fachkräfte im eigenen Land entwickelt werden.

Pegel weiter: „Wir werden diese neue projektbezogene Forschungsförderung im Bereich der Energie an den Ergebnissen und Förderempfehlungen des 2013 neu gegründeten Forschungsforums Energiewende orientieren.“ Dieses Forschungsforum unterzieht aktuell alle Forschungsförderaktivitäten des Bundes und der Länder einer Art „Generalinventur“. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern verfolgt dabei das Ziel, mit neuen eigenen Forschungsfördermitteln neue Förderkorridore für Wissenschaftspartner in Mecklenburg-Vorpommern zu erschließen.

„Wir wollen damit aber noch mehr erreichen: Wissenschaftliche Einrichtungen im Lande sollen als Verbundpartner für überregionale Förderansätze durch dieses Programm erkennbar werden. Und wir gehen davon aus, dass wir damit weitere Bundesmittel aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation ins Land holen können“, so Minister Christian Pegel abschließend.

PM: EM MV

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