SRU beteiligt sich an EU-Konsultation zur Energieeffizienzpolitik, Nr. 35

Der SRU hat sich an der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission zur zukünftigen Energieeffizienzpolitik der EU beteiligt.

In seinem Konsultationsbeitrag betont der SRU die tragende Rolle, die einer ambitionierten Energieeffizienzpolitik für die Gestaltung eines klimaverträglichen Wirtschaftsmodells und die Erreichung der europäischen Klimaziele zukommt.

(WK-intern) – Um dieser Rolle gerecht werden zu können, erachtet der SRU verbindliche Energieeinsparziele als Teil einer Trias aus weiteren Zielen zur Treibhausgasminderung und zum Ausbau erneuerbarer Energien für unerlässlich.

Bei der Instrumentierung einer europäischen Energieeffizienzpolitik sollte darauf geachtet werden, nicht nur aktive Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umzusetzen, sondern auch Anreize zu weiteren Energieeinsparungen in der Industrie nicht durch zu großzügige Energiepreisvergünstigungen  zu unterminieren. Daher plädiert der SRU dafür, Ausnahmeregelungen sowie direkte und indirekte Subventionen streng zu prüfen und möglichst restriktiv zu handhaben. Begünstigungen sollten außerdem an Gegenleistungen der Industrie zur Verbesserung der Energieeffizienz geknüpft werden.

Der Konsultationsbeitrag „Energy Efficiency as a Key Driver for Decarbonization and Prosperity“ ist nur in einer englischsprachigen  Fassung auf www.umweltrat.de verfügbar.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Christian Hey, Tel.: +49 30 263696-0.

Der SRU berät die Bundesregierung seit über 40 Jahren in Fragen der Umweltpolitik. Die Zusammensetzung des Rates aus sieben Professorinnen und Professoren verschiedener Fachdisziplinen gewährleistet eine wissenschaftlich unabhängige und umfassende Begutachtung, sowohl aus naturwissenschaftlich-technischer als auch aus ökonomischer, rechtlicher und politikwissenschaftlicher Perspektive.

Der Rat besteht derzeit aus folgenden Mitgliedern:

Prof. Dr. Martin Faulstich (Vorsitzender), Technische Universität Clausthal

Prof. Dr. Karin Holm-Müller (stellv. Vorsitzende), Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Prof. Dr. Harald Bradke, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe

Prof. Dr. Christian Calliess, Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Heidi Foth, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Manfred Niekisch, Goethe-Universität und Zoologischer Garten Frankfurt

Prof. Dr. Miranda Schreurs, Freie Universität Berlin

PM: Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU)

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