Auf Windpark-Baustelle werden insgesamt 6,9 Kilometer Erdkabel verlegt

Knapp sieben Kilometer unterirdische Stromleitungen müssen insgesamt verlegt werden. Mit Hilfe des Kabelpflugs können gleichzeitig mehrere Leitungen gelegt werden, ohne dass Gräben ausgehoben werden müssen. / Pressebild: juwi
Knapp sieben Kilometer unterirdische Stromleitungen müssen insgesamt verlegt werden. Mit Hilfe des Kabelpflugs können gleichzeitig mehrere Leitungen gelegt werden, ohne dass Gräben ausgehoben werden müssen. / Pressebild: juwi

Knapp sieben Kilometer lange Leitung verbindet den Windpark mit neuem Umspannwerk in Offenbach an der Queich

Wie kommt eigentlich der Strom aus dem Windpark zwischen Offenbach an der Queich und Herxheim bei Landau zu den Haushalten der Südpfalz?

(WK-intern) – Die Antwort: 3,2 Kilometer Erdkabel verbinden die sechs hochmodernen Windkraft-Anlagen mit dem neuen Umspannwerk in Offenbach an der Queich. Von dort transportiert das Mittelspannungsnetz der Pfalzwerke die jährlich knapp 50 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom zu den Haushalten der Region.

Damit die grüne Energie möglichst rasch die Steckdosen erreicht, werden auf der Windpark-Baustelle in den kommenden Tagen weiter die Kabeltrassen gezogen.

„Kabel sind die Lebensadern der Windkraft-Technik“, sagt Michael Lüer, juwi-Projektmanagerin und zuständig für den Windpark Offenbach an der Queich. Sie verbinden nicht nur innerhalb der Windenergie-Anlagen die Sensoren mit dem Steuerungscomputer und den Generator mit der Umrichtertechnik, sie verbinden natürlich auch die Anlage selbst mit dem Stromnetz.

Damit der saubere Windstrom sicher und verlustfrei von den Anlagen abtransportiert werden kann, verläuft innerhalb des Windparks ein 3,7 Kilometer langes Kabelsystem. Bestehend aus drei dicken Leitungen, verläuft es unterirdisch in rund einem Meter Tiefe. „Größtenteils verlegen wir die Leitungen mit Hilfe eines Kabelpflugs“, erklärt Lüer. „Damit können wir gleichzeitig mehrere Kabel einbringen, ohne dass wir Gräben ausheben müssen.“

Streckenweise wird auch das so genannte Spülbohrverfahren angewandt. Bei dieser Technik wird der Kabel-Tunnel nicht ausgehoben, sondern mit einem Wasser-Sand-Gemisch ausgespült. „Grabenloses Unterqueren“ nennt der Fachmann das. „Nur wo diese beiden naturschonenden Verfahren nicht möglich sind, werden die Kabel auf herkömmliche, offene Weise verlegt“, so Lüer. „In den kommenden Tagen werden wir diese Arbeiten abgeschlossen haben.“

Vom Windpark selbst führen Erdkabel bis zum Umspannwerk im rund vier Kilometer entfernten Offenbach an der Queich. Von dort gelangt der Windstrom ins regionale Verteilnetz der Pfalzwerke. Der Netzbetreiber sorgt dann auch dafür, dass der Strom aus dem Windpark zu den Bürgern der Region gelangt. Der 15 Megawatt starke Windpark deckt den jährlichen Strombedarf von 13.800 Haushalten.

PM: juwi

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