Umweltminister fordern Fracking-Verbot

Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck, Umweltminister von Schleswig-Holstein

Habeck: „Der Beschluss der Umweltministerkonferenz ist ein erster Erfolg“

(WK-intern) – KONSTANZ/KIEL – Auf Antrag Schleswig-Holsteins haben sich die Umweltministerinnen und Umweltminister von Bund und Ländern für ein Verbot von Fracking mit Hilfe umwelttoxischer Substanzen ausgesprochen.

„Endlich bewegt sich die Republik. Die Umweltministerinnen und Umweltminister von Bund und Ländern haben sich der Forderung Schleswig-Holsteins angeschlossen, umwelttoxisches Fracking aus unkonventionellen Lagerstätten zu verbieten. Das ist sicherlich auch das Verdienst des Protestes von Bürgerinitiativen, die den Politikern wieder und wieder Feuer unterm Hintern gemacht haben. Nach einem Jahr Arbeit hinter und vor den Kulissen, beginnt sich das Blatt langsam zu wenden“, sagte Schleswig-Holsteins Energiewende- und Umweltminister Robert Habeck heute (9. Mai 2014) nach der Umweltministerkonferenz im baden-württembergischen Konstanz. „Ich reise zufriedener ab, als ich angereist bin.“ Habeck betonte: „Die Risiken von Fracking für Menschen und Umwelt sind unwägbar. Außerdem verlängert Fracking das Zeitalter der klimaschädlichen fossilen Energieträger. Es ist daher doppelt falsch.“ In ihrem Beschluss fordern die Umweltministerinnen und Umweltminister außerdem eine Novellierung des Bundesbergrechts, um mehr Umweltschutz, Transparenz und Bürgerbeteiligung bei bergbaulichen Vorhaben zu schaffen. „Das Bergrecht ist veraltet und atmet den Geist der rücksichtslosen Ausbeutung von Böden und Umwelt. Hier besteht dringender Reformbedarf. Ich bin froh, dass auch meine Amtskollegen das so sehen“, sagte Habeck. Der Energiewendeminister hatte sich im Januar 2014 mit Eckpunkten für eine solche Reform an seine Länderkollegen gewandt.

PM: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein

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