Geothermie-Verbände lassen Energiewende nicht kentern

Geothermie-Branche voll dabei: Am 10. Mai findet in Berlin eine Großdemonstration für die Energiewende statt.

Das Wirtschaftsforum Geothermie e.V. und der GtV-Bundesverband Geothermie e.V. machen sich für ein technologieoffenes Erneuerbare-Energien-Gesetz stark.

(WK-intern) – Berlin/Augsburg –  „Wir wollen die Bundesregierung daran erinnern, dass die Energiewende ein Projekt der Gesellschaft ist, das nicht scheitern darf“, sagt Dr. Erwin Knapek, Vorsitzender des Wirtschaftsforum Geothermie e.V. (WFG) und Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie e.V. (GtV-BV).

Die Demonstration am 10. Mai in Berlin unterstreicht, dass die Energiewende nur mit und nicht gegen die Erneuerbaren Energien umgesetzt werden kann. Die beiden großen Geothermie-Verbände Deutschlands, das WFG und der GtV-BV, unterstützen ein deutliches Signal an die Politik in Berlin.

„Mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verpasst die Bundesregierung die Chance, der grundlastfähigen Geothermie und den volatilen, witterungsabhängigen Erneuerbaren Energien eine langfristige Perspektive zu geben. Es wird dem Bundestag eine EEG-Novelle zur Diskussion vorgelegt, die auf die technologiespezifische Entwicklung der Tiefengeothermie praktisch keine Rücksicht nimmt“, äußert sich der promotivierte Physiker und Pionier der Geothermie Knapek. „Wir brauchen eine an die verschiedenen Technologien angepasste Reform des EEG, welche die Geothermie und die anderen Erneuerbaren Energien gemäß ihrem technischen Stand würdigt und ihre wirtschaftliche Entwicklung nicht behindert“, erklärt Knapek.

Die Tiefengeothermie ist eine noch junge Technologieform. Im Jahr 2007 wurden mit den geothermischen Heizkraftwerken in Unterhaching und Landau die ersten Anlagen in Betrieb genommen, die neben regenerativer Fernwärme auch Strom aus Erdwärme erzeugen. „Die tiefe Erdwärme ist noch auf die Sicherheit des Erneuerbare-Energien-Gesetz angewiesen, um einen Markt für diese Technologie zu entwickeln und die Kosten zu reduzieren. Bis zum Jahr 2030 erwarten wir, die Kilowattstunde Strom aus Geothermie für weniger als 9 Cent zu erzeugen. Solche Fortschritte müssen von der Politik anerkannt werden. Für Offshore-Windenergieanlagen hat die Bundesregierung dies bereits getan. Sie hat mit Augenmaß Regelungen geschaffen, welche auf die mehrjährigen Projektlaufzeiten und komplexen Genehmigungsverfahren Rücksicht nehmen. Die Geothermie braucht ähnliche Regelungen“, appelliert Knapek.

Fakten zur Energiewende-Demo:

Start:        13 Uhr
Ort:           Berlin, Kapelle-Ufer
Ablauf:      Vom Spreeufer geht es vom Regierungsviertel zur Bundesparteizentrale der CDU. Dort findet um 15.30 die Abschlusskundgebung statt.

PM: GtV-Bundesverband Geothermie e.V. / Wirtschaftsforum Geothermie e.V.

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