13 Energiegenossenschaften gründen Dachverband, Mitglieder erhalten günstigen Ökostrom

Bürgerwerke: Regionaler Ökostrom für die Mitglieder

Die Mitglieder mit günstigem Ökostrom versorgen, das ist die Idee von 13 Energiegenossenschaften.

Sie haben die Dachgenossenschaft Bürgerwerke eG gegründet.

(WK-intern) – In Kürze starten die Bürgerwerke mit der Stromlieferung.

„Energie in Gemeinschaft“:
Unter diesem Motto haben sich 13 Energiegenossenschaften im Dezember 2013 im Verbund der Bürgerwerke zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam den Schritt zur Vermarktung von grünem Strom gehen. „Die eigene Stromvermarktung ist erst ab einer Größe von mehreren 1000 Kunden wirtschaftlich tragfähig. Das ist für eine einzelne Genossenschaft schwierig zu erreichen“, so Torsten Schwarz, Vorstand der Bürgerwerke eG. Im Verbund werden Synergien genutzt und die Kosten und Risiken für die einzelnen Genossenschaften deutlich verringert.

Die Zukunft selbst in die Hand nehmen
Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien werden zunehmend erschwert. „Die Lobby der alten Energiewirtschaft kämpft derzeit massiv um ihre Marktanteile und damit gegen viele engagierte Energiebürger, die sich vor Ort für die Energiewende ein
setzen. Energiegenossenschaften wollen und müssen sich weiterentwickeln, um die zukünftigen Herausforderungen der Energiewende zu meistern“, so Felix Schäfer, ebenfalls Vorstand der Bürgerwerke eG. Ökostrom an die Mitglieder zu vermarkten, ist für Energiegenossenschaften ein naheliegender Schritt, um sich ein neues Standbein aufzubauen. Damit entwickeln sie sich von Erzeuger-Gemeinschaften zu Erzeuger- Verbraucher-Gemeinschaften weiter. Sie bieten ihren Mitgliedern einen zusätzlichen Nutzen, machen sich unabhängiger von den politischen Rahmenbedingungen und schaffen sich neue Perspektiven.

Energie in Gemeinschaft
Als Mitglied der Bürgerwerke kann jede Energiegenossenschaft einen individuellen, regionalen Tarif mit eigener Strommarke anbieten. Dabei bestimmt die Genossenschaft über die Höhe des Tarifs vor Ort und kann wettbewerbsfähige Preise anbieten, die sich an der lokalen Preisstruktur orientieren. Die Bürgerwerke geben lediglich einen Mindestpreis vor. Die Genossenschaft ist auch der erste Ansprechpartner für die eigenen Kunden vor Ort. Die Geschäftsstelle der Bürgerwerke übernimmt den gemeinsamen Energieeinkauf und die Abrechnung der Kunden zusammen mit erfahrenen Dienstleistern. Gewinn soll die Dachgenossenschaft nicht erzielen. „Die Bürgerwerke befinden sich zu 100% in der Hand von Bürgerenergie-Gesellschaften, so bleibt die Wertschöpfung bei der Energiegenossenschaft vor Ort“, erklärt Felix Denzinger, Vorstand der Teckwerke Bürgerenergie eG und Aufsichtsrat der Bürgerwerke eG. Mit dieser zusätzlichen Wertschöpfung kann etwa der Grundstein für hauptamtliche Strukturen vor Ort gelegt werden. Damit eröffnen sich für viele Energiegenossenschaften ganz neue Handlungsmöglichkeiten – und die Bürgerenergiewende vor Ort wird noch wirksamer vorangetrieben. Die Energiegenossenschaften bestimmen als Mitglieder maßgeblich über die strategische Ausrichtung der Bürgerwerke. Die Dachgenossenschaft organisiert Schulungen und Erfahrungsaustausch, um gemeinsam den Erfolg der Mitglieder zu sichern.

Ziel: Strom aus regionalen Anlagen vermarkten
Die Energiegenossenschaften im Verbund der Bürgerwerke haben das Ziel, zukünftig vorrangig Strom aus eigenen Anlagen der Genossenschaften zu vermarkten.
Damit soll der Ausbau der Erneuerbaren Energien zunehmend unabhängig von der Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes werden. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen erschweren jedoch die Vermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien-Anlagen vor Ort. Daher kann zunächst nur ein Teil der gelieferten Strommenge aus Anlagen der Mitglieder stammen. „Je größer die Gemeinschaft der Verbraucher wird, desto mehr Strom kann zukünftig aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen bezogen und damit der Ausbau vor Ort unterstützt werden“, so Kai Hock, der dritte Vorstand der Bürgerwerke eG.

Neue Mitglieder stärken den Verbund
Die Bürgerwerke wollen weitere Mitglieder in den Verbund aufnehmen. Das können neben Energiegenossenschaften auch andere Gesellschaften in Bürgerhand mit entsprechender Mitbestimmung sein. „Je mehr Bürgerenergie-Gesellschaften wir sind, umso größer wird der Nutzen für die Genossenschaften und ihre Mitglieder“, sagt Torsten Schwarz.

Genaue Informationen zum Konzept, den Vorteilen des Verbundes und den Mitgliedern der Bürgerwerke gibt es unter www.buergerwerke.de.

Die Mitglieder der Bürgerwerke (Stand: 04/2014)
Maxwäll Energiegenossenschaft eG, HEG Heidelberger Energiegenossenschaft eG, Solar-Bürger-Genossenschaft eG, Teckwerke Bürgerenergie eG, UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG, Energeno Heilbronn-Franken eG, Energiegenossenschaft Virngrund eG, Energiegenossenschaft Starkenburg eG, Bürger-Energie Zollernalb eG, BürgerInnen-Energie-Genossenschaft Remstal eG, Gemeinschaftsanlagen Hechingen GbR, nwerk eG, Energiegenossenschaft Hohe Waid eG

PM: Bürgerwerke eG

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