Rückbau von Schleswig-Holsteins ältestem Atomkraftwerk

Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel

Antrag auf Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe bei Atomaufsicht eingegangen

(WK-intern) – BRUNSBÜTTEL/KIEL – Das Verfahren zum Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel geht weiter: Die Betreibergesellschaft des Kernkraftwerks Brunsbüttel, die Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH, hat bei der zuständigen Reaktorsicherheitsbehörde des Landes Schleswig-Holstein die Genehmigung für ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Stoffe beantragt.

“Mit dem Rückbau von Schleswig-Holsteins ältestem Atomkraftwerk wird der Atomausstieg vollzogen. Das ist ein Generationenprojekt. Dazu gehört es auch, die schwach- bis mittelradioaktiven Abfälle so sicher wie möglich auf dem Gelände des Kernkraftwerks Brunsbüttel zu lagern, bis das dafür vorgesehene Endlager Schacht Konrad zu Verfügung steht. Das ist notwendig. Aber der schwierige Umgang mit Atommüll zeigt erneut, wie falsch der Einstieg in die  Atomtechnologie war”, sagte Energiewendeminister Robert Habeck heute (6. Mai 2014). Die Reaktorsicherheitsbehörde werde den Antrag auf Errichtung eines Zwischenlagers für schwach- bis mittelradioaktive Abfälle gründlich prüfen. Außerdem habe die Behörde Vattenfall aufgefordert, zu diesem Lager eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchzuführen. Die Einhaltung der radiologischen Grenzwerte müsse gewährleistet  sein; Sicherheit und Vorsorge habe oberste Priorität.

Die Pläne für das Lager waren bereits mit dem Ende Oktober vorgelegten Sicherheitsbericht des Betreibers zum Rückbau vorgestellt worden. In dem Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sollen nach den Plänen Vattenfalls unter anderem Abfälle aus dem Betrieb und dem Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel gelagert werden. Dazu gehören auch in den Kavernen gelagerten Abfälle sowie solche, die bereits in den beiden Transportbereitstellungshallen aufbewahrt werden. Ebenso ist das Zwischenlager für Abfälle aus der belgischen kerntechnischen Anlage Mol vorgesehen, die bereits in der Kaverne V lagern. Diese Kaverne V soll im Juni inspiziert werden.

Die Reaktorsicherheitsbehörde wird insbesondere prüfen und bewerten, ob das Lager den Anforderungen nach dem Stand von Wissenschaft und Technik entspricht, auch unter besonderer Berücksichtigung der “Leitlinien für die Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung” der Entsorgungskommission (ESK) des Bundes.

Weitere Informationen zum Rückbau und zum Antrag finden Sie im Internet unter:

http://www.schleswig-holstein.de/Energie/DE/Energiewende/Atomenergie_Kohle_CCS/Atomausstieg/atomausstieg_node.html

PM: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume – Scheswig-Holstein

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