Windwärts: Fortschritte im Projektgeschäft – Zuversicht für eröffnetes Insolvenzverfahren

Pressebild: Windwärts
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02. Mai 2014 – Knapp drei Monate nach dem Antrag durch die Geschäftsführung der Windwärts Energie GmbH hat das Amtsgericht Hannover heute mit Wirkung vom 1. Mai 2014 das Insolvenzverfahren über die Hannoveraner Projektentwicklungsgesellschaft eröffnet.

Damit ist Insolvenzverwalter Prof. Dr. Volker Römermann nun alleinig rechtlich handlungsfähig für das Unternehmen.

(WK-intern) – Geschäftsführer Lothar Schulze bleibt in dieser Funktion im Unternehmen, um Kontinuität in der Geschäftstätigkeit und im eingeschlagenen Sanierungskurs zu gewährleisten.

Ziel des Insolvenzverwalters ist es, das Unternehmen erfolgreich fortzuführen. Daher steht die Suche nach einem geeigneten Investor nun im Mittelpunkt seiner Aktivitäten. ,,Wir sind zuversichtlich, einen geeigneten Partner zu finden”, so Römermann. ,,Zu diesem Zweck führen wir nun intensive Gespräche mit möglichen Investoren. Das Interesse an Windwärts ist groß.” Der Insolvenzverwalter bereitet zudem eine Gläubigerversammlung vor, die das Insolvenzgericht für den 31. Juli einberufen hat. ,,Auf dieser Versammlung möchten wir den Gläubigern darlegen, wie und mit welchem Partner Windwärts die schwierige Situation überwinden wird”, sagt Römermann.

Die optimistische Einschätzung der weiteren Entwicklung von Windwärts wird durch entscheidende Fortschritte in zwei Projekten untermauert.

Baugenehmigungen für Projekt Coppenbrügge erhalten

Am 6. März 2014 hat Windwärts vom Landkreis Hameln-Pyrmont die Genehmigungen erteilt bekommen, sechs Windenergieanlagen des Projekts Coppenbrügge-Hohnsen zu errichten und zu betreiben. Mit diesen Genehmigungen nach den Regelungen des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImschG) ist der Weg für den Bau der Anlagen im Flecken Coppenbrügge frei. Die Gesellschafter von Windwärts haben dem Verkauf des Projekts an einen Investor am 26. April ebenso zugestimmt wie bereits zuvor der vorläufige Gläubigerausschuss. Den entsprechenden Finanzierungsvertrag hat der Investor am 30. April unterzeichnet, die Zusage der finanzierenden Bank liegt ebenfalls vor.

Windwärts kann im Sommer dieses Jahres mit dem Bau des Windparks beginnen, der voraussichtlich ab Anfang 2015 umweltfreundlichen Strom in das Netz der Westfalen Weser Netz AG einspeisen wird. Die sechs Anlagen vom Typ Enercon E-101 mit einer Gesamthöhe von 185 Metern und einer Leistung von zusammengenommen 18,03 Megawatt werden zukünftig knapp 40 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Strombedarf von fast 13.000 Haushalten und vermeidet den Ausstoß von mehr als 31.000 Tonnen klimaschädlichen CO2 pro Jahr.

Die immissionsschutzrechtliche Genehmigung ist der wichtigste Meilenstein im Planungsprozess für ein Windenergie-Projekt. Um die Genehmigung zu bekommen, muss der Projektentwickler nachweisen, dass der Betrieb des Windparks keine Folgen für die Menschen in der Umgebung, für geschützte Tier- und Pflanzenarten oder für das Landschaftsbild hat. Es müssen unter anderem unabhängige Gutachten zu Vogel- und Fledermauspopulationen, zur Schallentwicklung und zum Schattenwurf eingereicht werden. Die Träger öffentlicher Belange werden im Genehmigungsverfahren gehört und ihre Stellungnahmen werden ebenso berücksichtigt und abgewogen wie die Eingaben von Anliegern. Mit dem Windpark Coppenbrügge-Hohnsen errichtet Windwärts sein zweites Windenergieprojekt im Landkreis Hameln-Pyrmont. Den ersten Windpark im Landkreis brachte Windwärts im Jahr 2001 im nur 14 Kilometer entfernten Rebenstein ans Netz. Die Errichtung des Windparks beginnt spätestens Mitte Juni mit dem Bau beziehungswiese Ausbau der Zuwegungen zu den Anlagen.

Windenergieprojekt in Bayern erfolgreich verkauft

Während Windwärts die Windenergieanlagen in Coppenbrügge selbst errichten wird, hat das Unternehmen erfolgreich die Rechte an einem anderen baureifen Projekt verkauft. Das bereits im Januar dieses Jahres von der zuständigen Behörde genehmigte Windparkprojekt Titting im oberbayerischen Landkreis Eichstätt mit insgesamt acht Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 25,36 MW soll ab dem ersten Halbjahr 2015 umweltfreundlichen Strom erzeugen. Das Projekt zu Ende führen wird die Naturstrom AG, die in dieser Woche die Projektrechte gekauft hat. Mit mehr als 240.000 Kunden ist das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf einer der größten unabhängigen Anbieter von Strom und Gas aus Erneuerbaren Energien. Das Unternehmen betreibt auch eigene Windparks, Solar- und Biogasanlagen.

Windwärts Energie GmbH

  • Gründung 1994 mit Sitz in Hannover
  • Geschäftsfelder: Entwicklung und Finanzierung, Planung und Realisierung sowie technische und kaufmännische Betriebsführung von Windenergieprojekten
  • Realisierte Projekte: 144 Windenergie- und 38 Photovoltaikanlagen sowie eine Biogasanlage mit einer Gesamtleistung von 292 Megawatt und einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 430 Mio. Euro

PM: Windwärts

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