Energiehaus-Konzept für den Solar Decathlon Europe auf Frankfurter Rathenauplatz

Rendering des Luminale-Auftritts der FH Frankfurt. Foto: FH Frankfurt
Rendering des Luminale-Auftritts der FH Frankfurt.
Foto: FH Frankfurt

Mit Sonnenenergie auf der Luminale: Studierende präsentieren Energiehaus-Konzept für Solar Decathlon

Studierende der FH Frankfurt präsentieren ihr Energiehaus-Konzept für den Solar Decathlon Europe auf Frankfurter Rathenauplatz

(WK-intern) – Das studentische Team der Fachhochschule Frankfurt am Main stellt sein innovatives Energie-(Haus)-Konzept „OnTop“ im Rahmen der Luminale 2014 vor. Vom 30. März bis 4. April 2014, jeweils 18 bis 22 Uhr, wird eine dreidimensionale Lichtinstallation auf dem Rathenauplatz in Frankfurt am Main illuminiert.

 

Mit dem Entwurf einer 100 Quadratmeter großen Wohneinheit, die über Solarenergie versorgt wird und Energie an ein darunter liegendes Bestandsgebäude abgeben kann, nimmt das Team am weltweit ausgelobten „Solar Decathlon Europe 2014“ teil. Nähere Infos zum Projekt sind unter http://www.ontop2014.de abzurufen.

Die Luminale begleitet als Biennale der Lichtkultur die internationale Architekturmesse Light+Building in Frankfurt am Main. „Wir freuen uns über die Chance, unser Energiehaus-Konzept einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Die Luminale dient als Plattform für Innovationen zu unter anderem Energieeffizienz und urbaner Lebensqualität. Dies trifft exakt die Intention des Konzeptes, mit dem die Studierenden beim Wettbewerb ins Rennen gehen: Ausschließlich Sonnenenergie wird zur Gebäudeversorgung angewandt“, erklärt Prof. Sebastian Fiedler vom Fachbereich 1: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik der FH Frankfurt, der die Studierenden bei der Konzeptentwicklung begleitet.

Die Lichtinstallation auf der Luminale wird aus einem Metallgerüst mit einer leichten Holzkonstruktion als Dach bestehen. Auf das Gerüst sind Folien gespannt, die das Erdgeschoss des Entwurfs abbilden. Über die Fenster können Besucher(innen) Einblicke in die Innenräume der Wohneinheit erhalten. In der Dämmerung werden diese Innenraumperspektiven und die Holzkonstruktion illuminiert. Die Studierenden bieten täglich von 18 bis 22 Uhr Führungen zu ihrem Konzept an. Die Folie ist mit einem geometrischen Muster durchzogen. Um Nachhaltigkeit zu erzeugen, dienen die Einzelteile der Folie als Schnittmuster für Recycling-Tragetaschen, die nach der Luminale verteilt werden. Das internationale Veranstaltungstechnik-Unternehmen Satis&Fy aus Karben sponsert den Luminale-Auftritt von OnTop.

Im Vorfeld der Luminale 2014 findet am Donnerstag, 13. März 2014 um 11 Uhr eine Pressekonferenz in der Städelschule, Dürerstraße 10, 60596 Frankfurt statt. Auf dieser präsentiert der Veranstalter das 190 Seiten umfassende Programmheft; nähere Infos unter http://www.luminale.de. Nach der Pressekonferenz steht das OnTop-Team Interessierten für Fragen und Hintergrundinfos zur Verfügung.

Mittels einer Crowdfunding-Aktion wollen die Studierenden mindestens 9.999 Euro sammeln, um den Transport der Wohneinheit zum Wettbewerbsfinale nach Frankreich zu finanzieren. „Wir erhoffen uns mit dem Luminale-Auftritt, in der Öffentlichkeit weitere Aufmerksamkeit für unser Energiehaus-Konzept zu wecken“, so Edgar Vogel, Studierender im OnTop-Team. Sobald das Team 100 Likes auf der Crowdfunding-Webseite Startnext erhalten hat, startet die Finanzierungsphase. Jeder Interessierte kann die Studierenden auf http://www.startnext.de/ontop unterstützen.

Das OnTop-Team geht mit der Konstruktion einer Wohneinheit ins Rennen, die auf ein bereits bestehendes Gebäude aufgesetzt werden soll. Die Solarenergie, die die Wohneinheit neben dem Eigenverbrauch zusätzlich erzeugt, wird in das darunter liegende Bestandsgebäude abgegeben. Die baulichen und sozialen Anforderungen der jeweiligen Umwelt werden beim Wettbewerb berücksichtigt. In Frankfurt spielt bei der Energiewende die sogenannte Nachverdichtung eine große Rolle. Dabei werden freie Dachflächen und Baulücken innerhalb der bestehenden Bebauung genutzt. Die Dachflächen zahlreicher Wohnkomplexe der 50er, 60er und 70er Jahre könnten durch das „OnTop“-Konzept optimal eingesetzt und die Häuser so mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Das FH-Team wird bei dem interdisziplinär ausgerichteten studentischen Wettbewerb in Versailles 2014 mit 20 Teams aus aller Welt konkurrieren. Ziel ist die Weiterentwicklung von Wohnhäusern, die mit Solarenergie versorgt werden. Der Solar Decathlon Europe findet alle zwei Jahre statt; Infos unter http://www.solardecathlon2014.fr.

Zahlreiche Sponsoren unterstützen das studentische Projekt und die Teilnahme am Wettbewerb: Der Systemhaus-Hersteller Bien Zenker liefert die Rohbaumodule für die Wohneinheit und unterstützt das Team beim Realisieren des Prototyps für Versailles. Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt stellt das Bestandsgebäude in Frankfurt mit allen Planungsunterlagen zur Verfügung, auf das die Wohneinheit aufgesetzt werden könnte. Die Stadt Frankfurt am Main fördert das Projekt als Beitrag zum Masterplan 100% Klimaschutz. Mainova unterstützt die Entwicklungsarbeit des OnTop-Teams für eine gebäudeintegrierte Solartechnik. Weitere Förderer sind der Wettbewerbsveranstalter, das Französische Ministerium für die Gleichstellung der Gebiete und das Wohnungswesen, das Französische Ministerium für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie und das U.S.-Ministerium für Energie, die als Anschubfinanzierung pro Team 100.000 Euro zur Verfügung stellen, sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Kontakt: FH FFM, Fachbereich 1: Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik, Prof. Sebastian Fiedler, Email: sebastian.fiedler@fb1.fh-frankfurt.de; Prof. Dr. Hans Jürgen Schmitz Email: hans.juergen.schmitz@fb1.fh-frankfurt.de; Projektmanagement: Dipl.-Ing. Dieter Blome, dieter.blome@fb1.fh-frankfurt.de; Sponsoring und Fundraising: Dr. Ulrike Reichhardt, Ulrike.Reichhardt@fb1.fh-frankfurt.de; sowie unter http://www.ontop2014.de.

PM: Nicola Veith Pressestelle
Fachhochschule Frankfurt am Main

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