Waldregionen bieten viel Ausbaupotenzial für Windenergie

Windanlage / Foto: HB
Windanlage im Wald / Foto: HB

TÜV SÜD: Waldgebiete bieten viel Potenzial für Windenergie

München / Barcelona – Bei Waldbesitzern, Kommunen und Investoren setzt sich immer stärker die Erkenntnis durch, dass Waldregionen viel Ausbaupotenzial für EWEA 2014 bieten.

(WK-intern) – Damit wächst der Bedarf an belastungsfähigen Prognosen für topographisch komplexe Regionen. Auf der EWEA 2014 stellt TÜV SÜD die Ergebnisse aus einem aktuellen Forschungsprojekt zu diesem Thema vor – zusammen mit dem kompletten Leistungsspektrum im Bereich der Windenergie (Stand 7B100). Die EWEA 2014 findet vom 10. bis 13. März 2014 in Barcelona statt.

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens sind vor dem Hintergrund eines veränderten Windmarktes in Europa zu sehen. Dabei rücken zunehmend Standorte in komplexen Regionen im Binnenland in den Mittelpunkt, die bisher vernachlässigt wurden. Wichtige Voraussetzungen für die Erschließung dieser Standorte sind verbesserte Prognosemöglichkeiten und standardisierte Messverfahren.

„In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits ‚Vorreiterprojekte‘, die erfolgreich den Boden für den weiteren Ausbau der Windenergie in Waldgebieten bereitet haben“, sagt Peter-Herbert Meier, Leiter der Abteilung Wind Cert Services der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. „Da für solche Standorte häufig nur begrenzt Daten für die Modellierung der Prognosen zur Verfügung stehen, gibt es bei Investoren und Betreibern eine steigende Nachfrage nach belastungsfähigen Berechnungen und Aussagen.“

Um die Windverhältnisse in der komplexen Umgebung eines bewaldeten Mittelgebirgsstandorts zu untersuchen, hat TÜV SÜD mit seinem Partner Natural Energy Solutions (NES) im Oktober 2012 bei Erbendorf in der bayerischen Oberpfalz einen 140 Meter hohen Forschungsmasten errichtet. Der Mast liefert den Experten wichtige Daten, um die Windverhältnisse an komplexen Standorten besser zu verstehen und Genauigkeit von Windprognosen für solche Standorte in Form von 2D- und 3D-Modellen zu optimieren. „Die Auswertung der Daten aus der bisherigen Betriebszeit hat uns positiv überrascht“, erklärt Meier. Der Wind weht stärker, als die Experten aufgrund ihrer Simulationen im Vorfeld erwarten konnten.

„Dieses Wind-im-Wald-Forschungsprojekt zeigt, dass eine komplexe Topographie inzwischen kein Hinderungsgrund mehr für wirtschaftliches Wachstum ist“, ergänzt Alan Chivers, Vorsitzender von TÜV SÜD PMSS. Mit der Übernahme von PMSS im Jahr 2012 hat TÜV SÜD sein Leistungsangebot im Bereich der erneuerbaren Energien weiter ausgebaut. Das internationale Expertenteam von TÜV SÜD PMSS unterstützt Kunden beispielsweise bei Entwicklungsstrategien, Due Diligence, Umweltschutz und Genehmigungsverfahren, Sicherheit und Risikomanagement sowie Auslegung und Errichtung.

Seit mehr als 20 Jahren begleiten die Experten von TÜV SÜD PMSS Offshore-Windprojekte in Europa, Asien-Pazifik und Nordamerika im Auftrag von Regierungen, Projektentwicklern, Erstausrüstern (OEM), Energieversorgungsunternehmen, Banken, institutionellen Anlegern, Versicherungsgesellschaften und anderen Akteuren.

PM: TÜV SÜD

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