Bittbrief der Häfen für die Umsetzung der erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen

Windanlagen-Transport / Foto: HB
Windanlagen-Transport, hier auf dem Nord-Ostsee-Kanal / Foto: HB

Appell an den nationalen maritimen Koordinator zur Bedeutung der Häfen Schleswig-Holsteins

GvSH appelliert an Uwe Beckmeyer, maritimer Koordinator der Bundesregierung, Deutschlands drittgrößten Hafenstandort Schleswig-Holstein bei der Umsetzung erforderlicher Infrastrukturmaßnahmen entsprechend seiner Bedeutung zu berücksichtigen.

(WK-intern) – Der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen, GvSH, richtet sich mit einem Appell an Uwe Beckmeyer, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft. In dem Brief bittet der Verband um entsprechende Berücksichtigung bei der Umsetzung von dringenden Infrastrukturmaßnahmen.

In seiner Position als drittgrößter Hafenstandort in Deutschland, fordert der GvSH beim maritimen Koordinator, den Schleswig-Holsteinischen Häfen die nötige Priorisierung auf der Bundesagenda einzuräumen. „Die Themen und Herausforderungen, die uns beschäftigen, sind kommuniziert. Wichtig ist, dass die noch neue und junge Bundesregierung den Themen nicht nur die notwendige, sondern auch die verdiente Aufmerksamkeit schenkt. Als maritimer Koordinator ist Uwe Beckmeyer unser richtiger Ansprechpartner, um der maritimen Wirtschaft Schleswig-Holsteins auf Bundesebene das ihr zustehende Gewicht zu verleihen“, erklärt Frank Schnabel, Vorstandsvorsitzender des GvSH, die Beweggründe des Schreibens an den maritimen Koordinator der Bundesregierung.

Die Häfen des nördlichsten Bundeslandes sind die Logistikdrehscheibe zwischen Nord- und Ostsee, das Bindeglied zu Skandinavien, und sie haben Anschluss an die europäischen Binnenwasserwege. Ein Standortvorteil, der sich auch im Jahr 2013 unter Beweis stellte; insgesamt haben die schleswig-holsteinischen Häfen 50,4 Millionen Tonnen Ladung umgeschlagen und bewegten über 15 Millionen Passagiere. Nach einem Umschlagsvolumen von 50 Mio. Tonnen im Jahr 2012 festigt Schleswig-Holstein mit dieser Entwicklung seine Position als Deutschlands drittgrößte Hafengruppe nach Hamburg und Bremen/Bremerhaven. „Es gilt umzudenken und sich dieser Rolle bewusst zu werden. Das hat bei uns in Schleswig-Holstein begonnen und muss im nächsten Schritt auch von der Bundespolitik getragen werden“, so Schnabel. Der Hafenexperte bezieht sich in seinem Appell insbesondere auf den Forderungskatalog, den der GvSH nach der Landesregierung nun auch an die Bundesregierung richtet.

Im Rahmen des Forderungskatalogs wird die politische Vertretung auf Landes- und Bundesebene gebeten, sich nachhaltig für die Interessen und die zügige Realisierung dringender Infrastrukturmaßnahmen einzusetzen. „Infrastrukturprojekte müssen auf der bundespolitischen Agenda ganz oben stehen, denn die reibungslose Anbindung der Häfen entscheidet wiederum über ihre einwandfreie Funktion als Drehscheibe für Warenströme in alle Welt. Somit wirkt die Realisierung der Infrastrukturmaßnahmen auch positiv über Schleswig-Holsteins Grenzen hinaus“, unterstreicht der Verbandsvorsitzende Schnabel seine Bitte um zügige und hinreichende Förderung des Ausbaus der Hafenhinterlandanbindungen.

Der GvSH nennt in seinem Forderungskatalog unter den erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen u.a. die Umsetzung der Ahrensburger Liste mit der Weiterführung der A20 inklusive der westlichen Elbquerung bei Glückstadt und der Fahrrinnenanpassung der Unterelbe auch die Verbesserung der schienenbezogenen Anbindung einzelner Häfen. Zum Nord-Ostsee-Kanal wird erläutert, dass dieser eines der vorrangingen Infrastrukturprojekte in Norddeutschland darstellt, bei dem die Voraussetzungen u.a. für den Neubau der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel geschaffen werden müssen. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Forderungen des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V.

PM: Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen e.V. c/o Brunsbüttel Ports GmbH

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