Österreich ist Schlusslicht bei der Reduktion des Energieverbrauchs

Eurostat weist auf hohe Energieabhängigkeit Österreichs hin

Die gestern veröffentlichten Zahlen von Eurostat stellen Österreich ein schlechtes Zeugnis aus“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

(WK-intern) – „Die Anstrengungen beim Energiesparen und dem Ausbau der erneuerbaren Energien müssen stark gesteigert werden um den Anschluss nicht zu verlieren“, so Moidl. Österreich nimmt bei der Energieverbrauchsreduktion den 22. Platz innerhalb der EU-28 ein. Im Bereich der Energieunabhängigkeit ist Österreich mit dem 17. Platz nur unbedeutend besser und kommt neben Staaten wie Griechenland zu liegen.

Gestern veröffentlichte Eurostat die aktuelle Energiestatistik Europas. Ein besonderes Augenmerk legte die Europäische Statistik Institution auf die Entwicklung des Energieverbrauchs der letzten sechs Jahre und den Grad der Energieabhängigkeit. „Wieder einmal zeigt sich, dass Österreich im Bereich des Energiesparens und der Energieunabhängigkeit auf den hinteren Rängen zu finden ist“, berichtet Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und führt weiter aus: „Von Vorreiterrolle ist da leider keine Spur.“

Österreich bei der Reduktion des Energieverbrauchs im letzten Drittel
Von den 28 Staaten der EU schneiden 21 Länder besser ab als Österreich. Von der durchschnittlichen Energieverbrauchsreduktion der EU-28 mit -8,1% ist Österreich mit geringen -2,4% auch weit entfernt.

Hohe Energieabhängigkeit Österreichs
In der Frage Energieabhängigkeit sieht es leider nicht viel besser aus. Von den 28 Staaten der EU sind 17 Länder mit der Energieunabhängigkeit schon weiter als Österreich. Durchschnittlich sind die EU Staaten zu 53,3% von Energieimporten abhängig. Österreich ist mit 63,6% auch hier ein Nachzügler. „Von 2010 bis 2012 sind daher auch die Ausgaben für fossile Energieimporte weiter um 4,8% auf 17 Milliarden Euro pro Jahr angestiegen“, bemerkt Moidl.

Auch beim Strom hat Österreich immer noch mehr Importe als Exporte und ist daher Nettoimportland. „Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass gut funktionierende Instrumente wie das Ökostromgesetz den verstärkten Ausbau heimischer erneuerbarer Energien langfristig sichern“, so Stefan Moidl.

Beherzter Ausbau der erneuerbaren Energien Gebot der Stunde
„Österreich muss aufpassen, dass es den Anschluss an die europäische Energieentwicklung nicht verpasst“, erklärt Moidl und ergänzt abschließend: „Ohne forcierten Ausbau der erneuerbaren Energien und großen Schritten beim Energiesparen wird das nicht möglich sein.“ In Österreich muss in der in Arbeit befindlichen Energiestrategie 2030 die Weichenstellungen für einen verstärkten Ausbau der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz gestellt werden und auf EU Ebene muss eine tiefgreifende Überarbeitung der Leitlinien für staatliche Umweltbeihilfen als Grundlage für zukünftige energiepolitische Handlungsspielräume in Österreich erreicht werden.

PM: IG Windkraft

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