Industrieforum VHPready: Neue Industrieinitiative für virtuelle Kraftwerke

Bildunterschrift: Hanno Balzer, Leiter des Bereichs Energy Solutions von Vattenfall, erklärt das Virtuelle Kraftwerk (Bildquelle: Vattenfall).
Bildunterschrift: Hanno Balzer, Leiter des Bereichs Energy Solutions von Vattenfall, erklärt das Virtuelle Kraftwerk (Bildquelle: Vattenfall).

Die Partner unterzeichneten auf der E-world den Gründungsvertrag für das Industrieforum VHPready

Im Rahmen der E-world in Essen hat das Institut Fraunhofer Fokus gemeinsam mit vierzehn Partnern der Energiebranche das „Industrieforum VHPready“ gegründet.

(WK-intern) – Die Initiative ist branchen- und herstellerübergreifend aufgestellt und arbeitet an einer sicheren und kostengünstigen Vernetzung dezentraler Energieversorgungsanlagen zu virtuellen Kraftwerken.

Als gemeinsame Basis dient dafür die vom Energiekonzern Vattenfall entwickelte VHPready-Spezifikation, die für Virtual Heat and Power Ready steht. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderen der Netzbetreiber 50 Hertz, die Energieversorger Vattenfall, Lichtblick und Eon, der BHWK-Hersteller 2G, der Direktvermarkter Energy2market, der Speicherhersteller Younicos sowie mehrere Software- und Hardware-Hersteller – darunter Bosch.

„Mit dem Industrieforum VHPready haben wir die große Chance, dezentrale Energiekomponenten über einheitliche Schnittstellen technisch ganz einfach zu verknüpfen und so einen effizienten Energiemix zu organisieren“, sagte Thomas Luckenbach vom Fraunhofer Institut, der gleichzeitig kommissarischer Vorstand des Industrieforums ist. Unter dem wettbewerbsneutralen Dach des Instititus soll es den sonst konkurrierenden Marktteilnehmern möglich werden, das wirtschaftliche Potenzial der Energiewende besser auszuschöpfen.

Über das Virtuelle Kraftwerk von Vattenfall
Im Virtuellen Kraftwerk kombiniert Vattenfall Blockheizkraftwerke sowie auch Wärmepumpen und einen Stromspeicher zu einem vernetzten, flexibel regelbaren und zentral gesteuerten Anlagensystem. Ziel ist es dabei, erneuerbare Energien besser in die Strom- und Wärmeversorgung zu integrieren. Das Virtuelle Kraftwerk ist in der Lage, während der Wärmeproduktion mit den angeschlossenen Blockheizkraftwerken (BHKW) sowohl Strom zu produzieren als auch über die Wärmepumpen gezielt regenerativen Strom zu verbrauchen und in Form von Wärme zu speichern. Im Oktober 2010 hat Vattenfall das Virtuelle Kraftwerk mit den ersten 15 Anlagen in Betrieb genommen. Die Überwachung und Steuerung der dezentralen Anlagen erfolgt aus der Vattenfall Wärmeleitwarte, über die auch die großen Kraftwerke gesteuert werden. Im Anlagenverbund befinden sich derzeit Wärmepumpen der Größenklassen 10 bis 25 Kilowatt thermisch und Blockheizkraftwerke mit einer Leistung von 5,5 bis 2.000 Kilowatt elektrisch. Aktuell werden über die an das Virtuelle Kraftwerk angeschlossenen Anlagen 150.000 Wohneinheiten mit Wärme versorgt.

PM: Energy2market GmbH / Fraunhofer FOKUS

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