Stromtrassen: Positionen von Angela Merkel und Horst Seehofer unvertretbar

Grundlast- und Spitzenlastlieferung von Strom / Foto: HB
Grundlast- und Spitzenlastlieferung von Strom / Foto: HB

Meinungsverschiedenheiten zwischen Merkel und Seehofer zum Bau von Strom-Fernleitungen

Stellungnahme des Solarenergie-Fördervereins Deutschland zu den Meinungsverschiedenheiten zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zum Bau von Strom-Fernleitungen nach Bayern

(WK-intern) – Aachen – Die Position von Angela Merkel ist – ebenso wie die Position von Horst Seehofer – nach Auffassung des SFV unvertretbar.

Die Bundeskanzlerin wünscht die Freileitungen, um damit Ersatz-Strom für die abzuschaltenden Atomkraftwerke nach Süddeutschland zu bringen. Nach Lage der Dinge kann es sich nicht um Strom aus den zukünftigen Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee handeln, denn deren Ausbau soll nach den Meseberger Regierungsbeschlüssen weiter verringert werden. Außerdem können Offshore Windräder keine ununterbrochene Stromversorgung bereitstellen, denn auch auf Nord- und Ostsee gibt es längere Windpausen. So bleibt nur die Vermutung, dass Angela Merkel zukünftig Bayern über die geplanten Fernleitungen mit Strom aus den Mitteldeutschen Braunkohlekraftwerken versorgen will.

Horst Seehofer will offenbar keinen Strom aus dem Norden. Er will aber auch keine Windräder in Bayern, da er deren Mindestabstände von Wohnbebauungen so weit vergrößern will, dass es kaum noch Aufstellungsorte in Bayern geben wird. So bleibt nur die Vermutung, dass Seehofer die bayerischen Atomkraftwerke weiter betreiben will.

Die Ziele des SFV sehen anders aus:

Weder Braunkohle- noch Atomstrom und auch keine Fernübertragungsleitungen!

Regionaler Ausbau von Solar- und Windenergie bei gleichzeitiger Errichtung dezentraler Speicher und neuer Gaskraftwerke, die später mit EE-Methan und EE-Methanol aus Solar- und Windüberschüssen betrieben werden können!

PM: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)

WK: Wir könnten uns gerne vorstellen, dass jedes Bundesland für seinen Atommüll selber eine Endlagerstätte suchen muss und wissen schon jetzt, wie schnell Seehofer zurückrudern würde. Protest-Emails hat das Windkraft-Journal von Bayern bekommen, als wir veröffentlicht hatten: Alle Kernkraftwerke müssen ihren Atommüll an Ort und Stelle lagern. So etwas ist für die Menschen aus dem Freistaat unvorstellbar. Wenn Seehofer dieses unterschreiben müsste, wäre er morgen abgewählt! Seehofer ist eben kein Strauß und wird es niemals sein.

HB

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