Überarbeiteter Standard der Baugrunderkundung für Offshore-Bauwerke

Offshore-Windpark / Grafik: HB
Offshore-Windpark / Grafik: HB

BSH veröffentlicht überarbeiteten Standard Baugrunderkundung für Offshore-Bauwerke

Hamburg – Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat heute die überarbeitete Fassung des Standards Baugrunderkundung veröffentlicht.

(WK-intern) – Er definiert Mindestanforderungen an eine ordnungsgemäße Baugrunderkundung für die Gründung von Offshore-Windenergieanlagen, Offshore-Stationen für Konverter- und Umspannwerke und die parkinternen und stromabführenden Seekabel. Der Standard stellt sicher, dass die Bauherren von Offshore-Anlagen zur Nutzung der Windenergie in der ausschließlich Wirtschaftszone (AWZ) ausreichend belastbare und dem Stand der Technik entsprechende Untersuchungen über die Eigenschaften des Baugrunds an den Anlagenstandorten durchführen.

Offshore-Windenergieanlagen und Offshore-Stationen sind extremen Belastungen ausgesetzt. Dazu zählen Strömungen, hohe Wellen und starker Wind. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Gründung und an die bauliche Umsetzung von Windenergieanlagen und Offshore-Stationen. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Vertretern aus der Wirtschaft und von weiteren Fachbehörden entwickelte das BSH den Standard Baugrunderkundung, den es jetzt in der dritten überarbeiteten Fassung veröffentlicht. In die überarbeitete Fassung flossen Erfahrungen aus dem Bau von Windenergieanlagen seit 2003 ein..

Der Standard Baugrunderkundung ist auf den Eurocode 3 (europaweit geltende Regeln zur Geotechnik). Der Eurocode 3 schreibt die Anforderungen an die geotechnische Erkundung und Untersuchung des Baugrunds vor. Ferner enthält er Vorgaben für die geologische Erkundung mit geophysikalischen Verfahren (Untersuchungen mit Fächerecholot oder Sonar) sowie den Geologischen Bericht. Dieser stellt eine wichtige Planungsgrundlage sowohl für den nach Eurocode 3 einzuschaltenden Sachverständigen für Geotechnik als auch für die geforderte Kabelverlegungsstudie (sog. „Burial Assessment Study“) dar, um geeignete Standorte bzw. Routen für die Kabelanbindungen zu identifizieren.

Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

PM: BSH

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top