Seekabel-Großauftrag für Offshore-Windparks Gode Wind 1 und 2 geht an Nexans

Seekabel für Gode Wind 1 und 2: Großauftrag geht an niedersächsische Nexans – Ministerpräsident Weil hebt Bedeutung für den deutschen Offshore-Standort hervor

Hamburg/Hannover – DONG Energy und Nexans Deutschland haben am Montag im Beisein des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil einen Zusatzvertrag zur Lieferung und Montage von Mittelspannungskabeln für die deutschen Offshore-Windparks Gode Wind 1 und 2 unterzeichnet.

(WK-intern) – Diese neue Vereinbarung ist Teil eines Gesamtrahmenvertrags über die Lieferung von bis zu 900 km Seekabel zur parkinternen Verkabelung. Der Auftrag für Gode Wind umfasst 140 km der 34-kV-Seekabel, die die einzelnen Windturbinen untereinander sowie an die Offshore-Umspannplattform anschließen.

Der Bau der Windparks Gode Wind 1 und 2 beginnt vor der niedersächsischen Küste im Frühjahr 2015, unmittelbar nach Fertigstellung des sich derzeit im Bau befindlichen Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1. Gode Wind 1 und 2 werden eine Gesamtkapazität von 582 MW haben und erzeugen damit so viel grünen Strom, um umgerechnet rund 600.000 deutsche Haushalte zu beliefern. Die Gesamtinvestition für beide Projekte liegt bei rund 2,2 Milliarden Euro.

Ministerpräsident Stephan Weil zeigte sich sehr zufrieden, dass mit der heutigen Vertragsunterzeichnung ein weiterer wichtiger Schritt bei der Umsetzung der Projekte Gode Wind 1 und 2 beschritten wurde. „Offshore-Windenergie ist eine unverzichtbare Säule der Energiewende und trägt durch die hohe Zahl an Windstunden wesentlich zur zukünftigen, klimafreundlichen Versorgungssicherheit bei. Die Windparks Gode Wind 1 und 2 sind bedeutende Meilensteine auf dem Weg dorthin”, sagte der niedersächsische Regierungschef. Weil zeigte sich auch sehr zufrieden mit der Tatsache, dass ein in Niedersachsen ansässiges Unternehmen die europaweite Ausschreibung gewonnen habe. „Das zeigt einmal mehr: Zum Gelingen der Energiewende tragen nicht nur niedersächsische Standorte bei, sondern auch niedersächsisches Know-how.”

Trine Borum Bojsen, für die deutsche Windsparte verantwortliche Geschäftsführerin von DONG Energy: „Deutschland ist für uns ein Kernmarkt und unsere deutschen Projekte vor der niedersächsischen Küste tragen erheblich dazu bei, das deutsche Ausbauziel von 6,5 Gigawatt Offshore-Kapazität bis 2020 zu erreichen. Der Auftrag an Nexans zeigt, dass die deutsche Zulieferindustrie bereits heute eine wesentliche Rolle im internationalen Offshore-Geschäft spielt. Denn der Gesamtrahmenvertrag mit Nexans umfasst nicht nur die Belieferung unserer deutschen Projekte Borkum Riffgrund 1 und Gode Wind, sondern auch die Belieferung unserer britischen Parks Westermost Rough und West of Duddon Sands.”
Anlässlich der Vertragsunterzeichnung betonte Christof Barklage, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nexans Deutschland: „Der Rahmenvertrag mit DONG Energy ist bedeutend für den Nexans-Standort Hannover – für die Auslastung unseres Werkes ebenso wie für die weitere Entwicklung der Seekabel-Werkstoffe und -Produktion. Dr. Dirk Steinbrink, Executive Vice President Hochspannungs- und Seekabel des Nexans-Konzerns, ergänzte: „Wir freuen uns, dass DONG Energy die Qualität und unsere über 40-jährige Erfahrung bei Seekabeln wertschätzt und wir als Zulieferer für die Offshore-Projekte einen Beitrag zur Energiewende leisten können.”
Gode Wind 1 (330 MW) und 2 (252 MW) bestehen aus 97 Windturbinen der 6 MW Klasse von Siemens mit einem Rotordurchmesser von 154 m. DONG Energy hat für beide Projekte eine unbedingte Netzanbindungszusage des Übertragungsnetzbetreibers TenneT.
Gode Wind 1 und 2 liegen rund 45 km von der Festlandküste vor den Inseln Norderney und Juist. Der Bau ist unmittelbar nach Fertigstellung von Borkum Riffgrund 1 geplant. Mit Abschluss von Gode Wind 1 und 2 wird DONG Energy rund 3,5 GW Offshore-Windkapazität ausgebaut haben. DONG Energy hat das Unternehmensziel, bis zum Jahr 2020 6,5 GW Gesamtkapazität auszubauen.
Der Bau der Gode Wind-Projekte startet in der ersten Jahreshälfte 2015, die Inbetriebnahme ist für 2016 geplant.
PM: Nexans Deutschland GmbH

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