Grüner Strom mit System in der Leitstelle zur Bündelung erneuerbarer Energien

Land fördert Erneuerbares Kraftwerk der ARGE Netz GmbH & Co. KG mit 200.000 Euro

(WK-intern) – Die ARGE Netz GmbH & Co. KG, ein Zusammenschluss von 250 mittelständischen Gesellschaftern aus der Branche der Erneuerbaren Energien, stellt sich den Herausforderungen der Energiewende: Um die Schwankungen bei der Integration von Strom aus erneuerbaren Energien auszugleichen, entwickelt das Unternehmen in Breklum eine Leitstelle zur Bündelung erneuerbarer Energien, das so genannte „Erneuerbare Kraftwerk“.

Das Land Schleswig-Holstein fördert dieses Vorhaben über die Richtlinie „Umweltinnovationen“, im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft, mit 200.000 Euro.

Ziel des Projektes „Erneuerbares Kraftwerk“ ist, erneuerbare Energie-Anlagen (Wind, Photovoltaik, Biomasse, Kraft-Wärme-Koppelung und demnächst auch Energiespeicher) der Gesellschafter zu integrieren und zusammenzuschalten. Um dies zu gewährleisten, werden die Anlagen mit einer geeigneten Elektronik und Software ausgestattet, um deren Energieerzeugung zu messen, sie zentral zu verbinden und zu steuern. In der Leitstelle laufen alle Daten zusammen, so dass ein permanenter Überblick über die gesamten Kapazitäten vorliegt. Durch die Bündelung dieser unterschiedlichen Schnittstellen und das daraus erwachsene sehr heterogene Anforderungsportfolio, fungiert die Leitstelle wie ein großes Kraftwerk.

„Auf dem Papier erscheinen solche Projekte vergleichsweise logisch und „simpel“. Doch muss hier festgestellt werden, dass trotz umfangreicher Förderung auf europäischer Ebene in diesem Bereich noch keine standardisierte Informations- und Kommunikationstechnologie zur Verfügung steht. Umso wichtiger erscheint es hier, im „Feldversuch“ Lösungen zu erarbeiten“, stellte Energiewendeminister Robert Habeck fest. Die Voraussetzungen für solch ein Projekt seien in Schleswig-Holstein  –  insbesondere mit der Struktur des Unternehmens ARGE Netz – optimal.

Würde die Leitstelle des Erneuerbaren Kraftwerkes zum Beispiel einen Leistungsabfall feststellen, kann dementsprechend sofort die fehlende Leistung durch andere Energieträger wieder aufgefangen werden. Die Leitstelle (ein System aus Servern und modularen Rechnern) empfängt die Energieererzeugerdaten via Internet, dekodiert und verarbeitet die digitalen Informationen und sendet dann die entsprechenden Steuer- und Regelbefehle an die einzelnen Betreiber zurück. Den Erzeugungsschwankungen bei der Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien wird somit entgegengewirkt. Durch diese zentrale Leitstelle kann erstmals fluktuierende erneuerbare Energie in zuverlässig voraussagbaren Mengen erzeugt und auf dem Markt angeboten werden. So wird eine zuverlässige Energieversorgung gewährleistet.

„Der Erfolg der Energiewende hängt auch von solchen intelligenten Lösungen wie flexiblen Kraftwerken ab, denn nur sie sind in der Lage, kurz- und längerfristige Kapazitätsmängel und -schwankungen bei der Einspeisung erneuerbarer Energien auszugleichen“ so Minister Habeck. Nur so kann eine dauerhaft stabile und sichere Stromversorgung während der Transformationsphase gewährleistet werden. „Das Erneuerbare Kraftwerk der ARGE Netz erfüllt diese Voraussetzung“ – so Minister Robert Habeck.

Mit der Fähigkeit, gesicherte Leistung anzubieten, tritt das „Erneuerbare Kraftwerk“ in den Wettbewerb mit konventionellen, in aller Regel fossil oder atomar betriebenen Kraftwerken ein. Durch den Ersatz solcher Kraftwerke werden deren belastende Umwelteinträge nachhaltig reduziert. Dies betrifft nicht nur die Treibhausgasemissionen, sondern insbesondere auch die Wärmeemissionen, Abfallströme, und Abwassereinträge herkömmlicher Kraftwerke.

Mit dem Start des Projektes werden zunächst drei neue Arbeitsplätze bei der ARGE Netz geschaffen. Bis 2018 sieht das Unternehmen einen Bedarf von bis zu zehn, überwiegend hochqualifizierten Arbeitsplätzen aus den Bereichen Energiemanagement, Energie- und Elektrotechnik.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 662,3 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, da-von rund 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) sowie ergänzende Landesmittel in Höhe von rund 80,3 Millionen Euro.

Mehr Informationen im Internet: www.zukunftsprogramm-wirtschaft.schleswig-holstein.de

Verantwortlich für diesen Pressetext: Ute Leinigen | WTSH – Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH

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