EU-Förderprojekt: Produktion von Biokraftstoff aus 100% Stroh startet in Leipzig

Quelle: VERBIO AG, VERBIO-Strohanlage Schwedt
Quelle: VERBIO AG, VERBIO-Strohanlage Schwedt

VERBIO startet EU-Förderprojekt zur Produktion von Biokraftstoff aus Stroh

Leipzig – Im Dezember 2012 hatte die Europäische Kommission die Zusage erteilt, die innovative VERBIO-Technologie zur Produktion von Biomethan aus 100 Prozent Stroh mit einer Gesamtsumme von bis zu 22,3 Millionen Euro zu unterstützen.

(WK-intern) – Die Förderung erfolgt im Rahmen der NER300-Initiative der Europäischen Union zur Förderung von Demonstrationsvorhaben für innovative Technologien im Bereich erneuerbare Energien über einen Zeitraum von 5 Jahren.

Mit dieser Entscheidung unterstreicht die Europäische Kommission ihre Absicht, den Einsatz von besonders nachhaltigen Biokraftstoffen zukünftig stärker zu fördern und honoriert die Pionierleistung von VERBIO, Biomethan aus reinem Stroh zu produzieren. Die administrative Betreuung des EU-Projektes mit der Bezeichnung „DE BIOh Verbiostraw“ erfolgt durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Mit der Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarung durch Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR und Dr.-Ing. Oliver Lüdtke, Vorstand der VERBIO AG, wird das Projekt nun offiziell gestartet. Die erste Einspeisung von Biomethan aus 100 Prozent Stroh am VERBIO-Standort Schwedt soll im zweiten Halbjahr 2014 erfolgen.

„Für VERBIO ist diese Förderung eine große Ehre und ein Ansporn, zukünftig mehr Biomethan als Biokraftstoff in den Verkehr zu bringen. Biomethan ist das Multitalent unter den erneuerbaren Energien. Es ist problemlos speicherbar und kann dadurch jederzeit und unabhängig vom Entstehungsort genutzt werden.“, betont Claus Sauter, Vorstands-vorsitzender der VERBIO AG.

„Deutschland könnte theoretisch bis zu 10 Millionen Tonnen des jährlich anfallenden Strohs für die Energieerzeugung nutzen, ohne die Bodenfruchtbarkeit einzuschränken, und so den Anteil erneuerbarer Energien deutlich und kostengünstig ausbauen. Die Veredelung zu Biomethan bietet hierfür attraktive Lösungen und steht in keiner Konkurrenz zur Lebens- und Futtermittelproduktion.“ hebt Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR, hervor.

Biomethan leistet als Biokraftstoff in Deutschland bereits heute einen ausbaufähigen Beitrag zu einer klimaschonenden Mobilität. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, ist die gewährte Unterstützung durch die EU-Kommission ein gewichtiger und zielführender Beitrag.

Informationen zur VERBIO Vereinigte BioEnergie AG (VERBIO)
Die VERBIO ist einer der führenden, konzernunabhängigen Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen und zugleich der einzige großindustrielle Produzent von Biodiesel, Bioethanol und Biomethan in Europa. Die Nominalkapazität beträgt rund 450.000 Tonnen Biodiesel, 270.000 Tonnen Bioethanol und 480 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr. Das Unternehmen setzt zur Herstellung seiner hocheffizienten Kraftstoffe selbst entwickelte, energiesparende Produktionsprozesse und innovative Technologien ein. Die Biokraftstoffe von VERBIO erreichen CO2-Reduktionen bis zu 90 Prozent gegenüber Benzin oder Diesel. VERBIO liefert seine Produkte direkt an die europäischen Mineralölkonzerne, Mineralölhandelsgesellschaften, freie Tankstellen, Speditionen, Stadtwerke und Fahrzeugflotten. Darüber hinaus vertreibt die VERBIO hochwertiges Pharmaglyzerin für die Konsumgüter- und Kosmetikindustrie (Glyzerin entsteht als Nebenprodukt bei der Biodieselherstellung). Innerhalb des Konzerns agiert die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG als Management-Holding. Das operative Geschäft betreiben die Tochtergesellschaften VERBIO Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG, VERBIO Diesel Schwedt GmbH & Co. KG, VERBIO Ethanol Schwedt GmbH & Co. KG,  VERBIO Ethanol Zörbig GmbH & Co. KG und die Märka GmbH. Die VERBIO-Aktie
(ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W) ist seit Oktober 2006 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Informationen zur Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) wurde 1993 auf Initiative der Bundesregierung mit der Maßgabe ins Leben gerufen, Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte im Bereich nachwachsender Rohstoffe zu koordinieren. Das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gibt dafür die Regeln vor. Die Fördermittel für die Umsetzung des Programms stehen aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung. Zusätzlich verfügt die FNR über Gelder aus dem Energie- und Klimafonds für Forschung und Entwicklung im Bioenergie-Bereich. Hauptaufgabe der FNR ist die fachliche und administrative Betreuung von Forschungsvorhaben zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Aktuelles Fachwissen zum Thema wird gesammelt und steht über Veröffentlichungen interessierten Wissenschaftlern, Privatpersonen, Politikern, Wirtschafts- und Medienvertretern zur Verfügung. Auch über Messen und Ausstellungen versucht die FNR, auf das Potenzial nachwachsender Rohstoffe aufmerksam zu machen. Die Koordinierung von EU-Projekten rundet ihre Tätigkeit auf europäischer Ebene ab. Die Projektträgertätigkeit der FNR ist zertifiziert nach ISO 9001.

PM: VERBIO

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