Windenergie: Große Koalition muss Planungssicherheit schaffen

Windmill / Photo: HB
Bundesregierung muss schnell Planungssicherheit für die Zukunft schaffen / Foto: HB

Chancen der Windenergie auch weiterhin nutzen – Große Koalition muss Planungssicherheit schaffen

„Die Windenergie hat auch in diesem Jahr Zuwächse verzeichnen können. Die Strompreisdiskussion hat jedoch zu deutlicher Verunsicherung geführt“, stellte IHK-Präsident Wilhelm-A. Brüning beim Jahrespressegespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Emden fest.

(WK-intern) – „Umso wichtiger ist es nun, dass die neue Bundesregierung schnell Planungssicherheit für die Zukunft schafft und die richtigen Ansätze im Koalitionsvertrag konsequent umsetzt“, forderte Brüning.

„Im Rahmen der notwendigen Reformierung und Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist es zu begrüßen, dass die Koalition offensichtlich am System degressiver Einspeisevergütungen festhalten will. Das schließt natürlich nicht aus, die eine oder andere Unausgewogenheit zu beseitigen“, erklärte Brüning in dem Gespräch. „Langfristige Planungssicherheit inklusive eines vollumfänglichen Bestandsschutzes für bereits erfolgte Investitionen ist dabei zu gewährleisten“, so der IHK-Präsident weiter. Für die Offshore-Windenergiebranche sei die angekündigte Verlängerung des Stauchungsmodells ein wichtiges Signal, das nun schnell rechtsverbindlich umgesetzt werden müsse.

Die zum Jahresende 2013 vor der niedersächsischen Nordseeküste installierten Offshore-Windenergieanlagen haben eine Nennleistung von 568 MW. 42 Offshore Windenergieanlagen stehen in den Windparks „alpha ventus“ und „Riffgat“, weitere 80 Anlagen sind im Windpark „Bard Offshore I“ ans Netz angeschlossen.

Auch Onshore ist die Entwicklung weiter fortgeschritten. Im IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg waren Ende 2012 rund 1.200 MW Windenergieleistung und damit 17 % der niedersächsischen Gesamtleistung installiert. Das sind rein rechnerisch 94 % des Gesamtstromverbrauchs im IHK-Bezirk (Erneuerbare Energien gesamt 123 %). Alte Anlagen werden zunehmend durch neue, leistungsstärkere Anlagen ersetzt. In Zukunft gilt es, dieses Repowering-Potenzial noch stärker zu nutzen. 64 % aller 991 Onshore-Windenergie-Anlagen im IHK-Bezirk Ostfriesland und Papenburg wurden vor dem 1. Januar 2002 in Betrieb genommen und haben somit Anspruch auf den sog. Repowering-Bonus, den das Erneuerbare-Energien-Gesetz derzeit noch vorsieht. Die durchschnittliche Leistung aller Windenergieanlagen in Niedersachsen liegt bei 1,3 MW. Neue moderne Anlagen an Land erreichen zwischen 2,3 MW und bis zu 7,5 MW installierte Leistung.

Die zugrunde liegenden „Anlagenstammdaten“ liegen der IHK jeweils mit einem Jahr Zeitverzug vor. Die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland veröffentlichen sie gemäß § 52 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) jeweils zum spätestens zum Ende des Folgejahres.

PM: IHK Emden

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