Energiewendeminister Habeck begrüßt die Entscheidung über den Leitungsausbau in Ostholstein

KIEL – Die Bundesnetzagentur hat grünes Licht für den dringend erforderlichen Leitungsausbau an der Ostküste gegeben.

Sie bestätigt den von den Netzbetreibern gemeldeten Ausbaubedarf für die Region Ostholstein.

(WK-intern) – Über einen Einspeisepunkt im Raum Göhl in eine neu zu errichtende 380 kV-Trasse sollen die wachsenden Strommengen aus Wind und Sonne zum nächstgelegenen bestehenden Anschlussknoten ans Höchstspannungsnetz im Raum Lübeck transportiert werden.

Energiewendeminister Robert Habeck begrüßte heute (9. Januar 2014), dass es nun Klarheit gebe. “Ich freue mich, dass es im zweiten Anlauf gelungen ist, der Bundesnetzagentur zu verdeutlichen, wie sehr Netzausbau in der Region erforderlich ist. Er ist entscheidend für die Energiewende in der Region.” Unklar sei jedoch lange Zeit gewesen, auf welcher Spannungsebene dieser Netzausbau stattfinden sollte. “Nach intensiven Abstimmungsgesprächen zwischen Netzbetreibern, Bundesnetzagentur und Landesregierung hat sich eine Höchstspannungsleitung nun als bedarfsgerechteste Technologie herausgestellt. Die Landesregierung vertrat in diesen Gesprächen immer die Position `Netzausbau mit Augenmaß’ – also Leitungen nur dann zu bauen, wenn sie tatsächlich erforderlich sind “, sagte Habeck.

In der Region Ostholstein sind heute schon mehr als 500 Megawatt Erzeugungsleistung auf Basis erneuerbarer Energien angeschlossen. Weitere rund 1000 Megawatt vor allem aus Windenergie werden in den nächsten Jahren hinzukommen. Die Landesregierung hat sich gegenüber den Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur dafür eingesetzt, dass dafür die Stromnetze auch in Ostholstein bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Der Minister ergänzte: “Der Netzausbau ist die hässliche Schwester der Energiewende, er ist nicht geliebt und muss gut erklärt werden. Wir werden jetzt auf die Kreise Ostholstein und Segeberg sowie die Stadt Lübeck zugehen, um zusammen mit dem Netzbetreiber Tennet den Bedarf für die Leitung zu erläutern und über das Planungsverfahren sowie geeignete Formen frühzeitiger Bürgerbeteiligung zu sprechen.”

Mit der Entscheidung der Bundesnetzagentur wird nach dem Leitungsausbau an der Westküste (Brunsbüttel-Niebüll) und auf der Mittelachse zwischen Dänemark und Hamburg ein weiterer Ausbauschwerpunkt in Schleswig-Holstein entstehen. Dem Leitungsausbau zwischen Lübeck und Göhl wird die Ertüchtigung der bestehenden 220 kV-Verbindung zwischen der Mittelachse und Lübeck auf 380 kV vorangehen, um sowohl den Windstrom aus Ostholstein als auch die elektrische Energie über das Baltic Cable aus Schweden aufzunehmen. Mit der Fertigstellung der im Netzentwicklungsplan bestätigten Ausbaumaßnahmen wird Schleswig-Holstein netztechnisch gut aufgestellt sein und einen wichtigen Beitrag für die Energiewende liefern können.

PM: Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume S-H

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