SGL Group verkauft ihre Rotorblattfertigung

50K Carbonfasern eignen sich zur Herstellung von Prepregs, d.h. zur Kombination mit Epoxidharzen, um flache unidirektionale Gelege herzustellen. Aus diesen Gelegen können durch Formen und Härten beispielsweise Sparren für die Rotorblätter von Windkraftanlagen oder Golfschläger hergestellt werden. 50K-Fasern werden außerdem in der Pultrusions- und Wickeltechnik eingesetzt, um filamentverpresste Erdgastanks und pultrudierte Träger für verschiedene Anwendungen herzustellen. 50K-Fasern werden nicht in der Luft- und Raumfahrt, sondern nur in industriellen Anwendungen und in der Sportartikelindustrie eingesetzt. / Pressebild: SGL-Group
50K Carbonfasern eignen sich zur Herstellung von Prepregs, d.h. zur Kombination mit Epoxidharzen, um flache unidirektionale Gelege herzustellen. Aus diesen Gelegen können durch Formen und Härten beispielsweise Sparren für die Rotorblätter von Windkraftanlagen oder Golfschläger hergestellt werden. 50K-Fasern werden außerdem in der Pultrusions- und Wickeltechnik eingesetzt, um filamentverpresste Erdgastanks und pultrudierte Träger für verschiedene Anwendungen herzustellen. 50K-Fasern werden nicht in der Luft- und Raumfahrt, sondern nur in industriellen Anwendungen und in der Sportartikelindustrie eingesetzt. / Pressebild: SGL-Group

SGL Group veräußert Rotorblattaktivitäten

  • Strategischer Investor übernimmt SGL Rotec am Standort Lemwerder mit rund 550 Mitarbeitern
  • Weiterhin enge Kooperation mit der SGL Group als Zulieferer der Carbon- und Glasfasermaterialien und in der Entwicklung
  • SGL Group konzentriert sich bei Carbon Fibers & Composites  (CFC) auf die Kernkompetenz Materialentwicklung und -produktion

(WK-intern) – WiesbadenDie SGL Group – The Carbon Company – hat mit einem strategischen Investor einen Vertrag über den Verkauf ihres 100%-Anteils an der SGL Rotec GmbH & Co. KG (SGL Rotec) unterzeichnet. Über den Kaufpreis und vertragliche Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme soll zum 31.12.2013 vollzogen werden.

Dr. Jürgen Köhler, designierter Vorstandsvorsitzender der SGL Group: „Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der SGL Group ziehen wir uns aus der Rotorblattproduktion zurück und haben unseren 100%-Anteil an der SGL Rotec veräußert. Künftig konzentrieren wir uns im Carbonfasergeschäft stärker auf unsere Kernkompetenz Materialentwicklung und -produktion.“

Im Rahmen der Transaktion wird der Standort der SGL Rotec im niedersächsischen Lemwerder mit derzeit rund 550 Mitarbeitern vollständig übernommen. Der neue Eigentümer plant dort die Produktion und den Standort auszubauen.

Ein Sprecher des Investors: „Die Rotec-Mitarbeiter sind Pioniere bei der Verarbeitung von Carbon für die Windindustrie und leisten ihren Beitrag, dass die weltweite Reputation von ‚Made in Germany‛ weiter steigt, insbesondere wenn es um moderne Umwelttechnologien geht. Wir setzen auf Kontinuität und werden den von der SGL Group eingeschlagenen Weg fortsetzen und weiter wachsen.“

Die neuen Eigentümer werden sich Anfang Januar der Belegschaft vorstellen. Dann wird auch der neue kaufmännische Geschäftsführer die Geschäfte übernehmen. Ab Januar 2014 wird das Unternehmen unter „Carbon Rotec“ firmieren.

SGL Rotec ist führender unabhängiger Built-to-Print-Hersteller qualitativ hochwertiger Rotorblätter für Windenergieanlagen. Zu den Kunden zählen führende Windkraftanlagenhersteller. Das Unternehmen ist Vorreiter beim Einsatz neuer Materialien wie Carbonfasern, die in Kombination mit teilautomatisierten Verarbeitungstechnologien leichtere, schlankere und gleichzeitig stabilere Rotorblätter ermöglichen und speziell für Offshore-Anwendungen und Niedrigwindgebiete ausgelegt sind. Für die Zukunft ist eine weitere enge Kooperation mit der SGL Group als Zulieferer der Carbon- und Glasfasermaterialien und in der Entwicklung vorgesehen. Bestehende Kundenaufträge werden unabhängig von der Transaktion vollumfänglich erfüllt.

Fokussierung auf Kernkompetenzen in der CFC-Wertschöpfungskette

Die SGL Group hatte die SGL Rotec seit dem Einstieg im Jahr 2008 neu auf die Produktion großer Rotorblätter mit einer Länge von über 60 Metern ausgerichtet und dazu in moderne Fertigungs- und Prozesstechnologien investiert. Die Mitarbeiterzahl stieg seit 2008 von 300 auf heute ca. 550.

Über die SGL Group – The Carbon Company

Die SGL Group ist ein weltweit führender Hersteller von Produkten und Materialen aus Carbon (Kohlenstoff). Das umfassende Produktportfolio reicht von Carbon- und Graphitprodukten über Carbonfasern bis hin zu Verbundwerkstoffen. Die Kernkompetenzen der SGL Group sind die Beherrschung von Hochtemperaturtechnologien sowie der Einsatz von langjährigem Anwendungs- und Engineering-Know-how. Damit wird die breite Werkstoffbasis des Unternehmens ausgeschöpft. Diese auf Kohlenstoff basierenden Materialien kombinieren mehrere einzigartige Materialeigenschaften wie die sehr gute Strom- und Wärmeleitfähigkeit, Hitze- und Korrosionsbeständigkeit sowie Leichtigkeit bei gleichzeitiger hoher Festigkeit. Die Hochleistungsmaterialien und -produkte der SGL Group werden aufgrund der Industrialisierung der Wachstumsregionen Asiens und Lateinamerikas und der fortschreitenden Substitution traditioneller Werkstoffe durch neue Materialien zunehmend nachgefragt. Die Produkte der SGL Group werden in der Stahl-, Aluminium-, Automobilindustrie und der Chemiebranche eingesetzt sowie in der Halbleiter-, Solar-, LED-Branche oder bei Lithiumionen-Batterien. Carbonbasierte Materialien und Produkte werden zudem auch in der Windenergie-, der Luft- und Raumfahrt als auch in der Verteidigungsindustrie verwendet.

Mit 44 Produktionsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien sowie einem  Servicenetz in über 100 Ländern ist die SGL Group ein global ausgerichtetes Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschafteten ca. 6.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Umsatz von 1.709 Mio. Euro. Die Hauptverwaltung hat ihren Sitz in Wiesbaden/Deutschland.

Wichtiger Hinweis:

Soweit unsere Pressemitteilung in die Zukunft gerichtete Aussagen enthält, beruhen sie auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen und unseren aktuellen Prognosen und Annahmen. Naturgemäß sind zukunftsgerichtete Aussagen mit bekannten wie auch unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Einschätzungen bweichen können. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen ntwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene isiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen z. B. nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld unserer Hauptkundenindustrien wie z.B. der Elektrostahlproduktion, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u.a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kosteneinsparungsprogrammen. Die SGL Group übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen oder sonst zu aktualisieren.

PM: SGL Group

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