Elektromobilität: Forschungsprojekt für flächendeckend verfügbaren Ladestrom

Das Foto zeigt Vertreter der beteiligten Unternehmens- und Hochschulvertreter im Rahmen der Auftaktveranstaltung bei den Stadtwerken Münster. / CrowdStrom-Projektteam / © 2013 ERCIS - European Research Center for Information Systems der Universität Münster
Das Foto zeigt Vertreter der beteiligten Unternehmens- und Hochschulvertreter im Rahmen der Auftaktveranstaltung bei den Stadtwerken Münster. / CrowdStrom-Projektteam / © 2013 ERCIS – European Research Center for Information Systems der Universität Münster

BMBF fördert Forschungsprojekt für flächendeckend verfügbaren Ladestrom

Das „Henne-Ei-Problem“ der Elektromobilität überwinden

(WK-intern) – Eine der größten Herausforderungen der Elektromobilität ist die flächendeckende Verfügbarkeit von Ladestrom.

Lücken im Versorgungsnetz hindern viele Autofahrer daran, auf Elektromobilität umzuschwenken – etwa, wenn das Auto in der Nähe des Arbeitsplatzes nicht geladen werden kann. Die flächendeckende Errichtung von Ladepunkten erfordert allerdings immense Investitionen, die sich für Versorgungsunternehmen nur bei großer Nachfrage rentieren. „Es kommt zum klassischen Henne-Ei-Problem.“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Becker, Wirtschaftsinformatiker an der WWU Münster.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert nun das Forschungsprojekt „CrowdStrom“, um diese Starre zu überwinden. „Wir nutzen hier einen Crowd-Sourcing-Ansatz“, erklärt Becker. Crowd-Sourcing bezeichnet im herkömmlichen Sinne die Auslagerung bestimmter Aufgaben an eine Gruppe von Internetnutzern, die das Problem dann zusammen lösen. Hier setzt auch das CrowdStrom-Projekt an: Das Problem der fehlenden Lade-infrastruktur wird gelöst, indem Privatleute die öffentliche Nutzung ihrer heimischen Ladesäule erlauben, wenn diese gerade nicht genutzt wird. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden nun Zahlungsbereitschaften und Preiserwartungen der privaten Stromtanker für ein solches Geschäftsmodell ermittelt, standardisierte Abrechnungsprozesse erarbeitet sowie ein Portal entwickelt, das Fahrer und Anbieter zusammenbringt.

An dem Forschungsprojekt nehmen die Stadtwerke Münster GmbH als Anbieter von Versorgungs- und Mobilitätsdienstleistungen sowie die TÜV Süd AG als Experten für Sicherheit und Zertifizierung teil. Die WWU Münster ist mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik und dem Institut für Anlagen und Systemtechnologien beteiligt. Die Universität Duisburg-Essen ist mit dem Lehrstuhl für Personal und Unternehmensführung vertreten. Das Projekt wird vom BMBF mit 840.000 Euro gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt zunächst 15 Monate.

Das Foto zeigt Vertreter der beteiligten Unternehmens- und Hochschulvertreter im Rahmen der Auftaktveranstaltung bei den Stadtwerken Münster.

Über ERCIS – European Research Center for Information Systems der Universität Münster
Das European Research Center for Information Systems (ERCIS) ist ein Verbund von herausragenden Wissenschaftlern, die gemeinsam im Bereich der Anwendungssystementwicklung und Organisationsgestaltung forschen. Dabei werden erstmalig in der deutschen Forschungslandschaft in einem institutionellen Rahmen Kernkompetenzen der Wirtschaftsinformatik mit Fragestellungen der Informatik, der Betriebswirtschaft und mit Spezialaspekten des Rechts verknüpft. Dies schafft eine ganzheitliche Sicht auf die betriebliche Anwendungssystem- und Organisationsgestaltung.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat das ERCIS initiiert und auf Grund der qualitativ hochwertigen Forschung an die Wirtschaftsinformatik der Universität Münster vergeben. Die Ausnahmestellung der dortigen Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre wird u. a. durch die jährlichen Universitätsrankings bestätigt. www.ercis.de

PM: WWU Münster, ERCIS, Institut für Wirtschaftsinformatik

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