Energiegenossenschaft Haiger (EGH) beteiligt sich an HSE-Windpark Haiger

Sitzend v.l.: Hans-Herrmann Freischlad, Vorstandsvorsitzender EGH, Dr. Marie-Luise Wolff Hertwig, Vorstandsvorsitzende HSE AG, Dr. Gerhard Zoubek, Aufsichtsratsvorsitzender EGH. Stehend v.l.: Matthias Heim, HSE AG, Andre Münker, Vorstand EGH, Daniel Seibert, Volksbank Dill, Armin Wickel, Vorstand Volksbank Dill, Dr. Natalie Setz, HSE AG, Markus Horn, HSE AG und John Schulz, HSE AG
Sitzend v.l.: Hans-Herrmann Freischlad, Vorstandsvorsitzender EGH, Dr. Marie-Luise Wolff Hertwig, Vorstandsvorsitzende HSE AG, Dr. Gerhard Zoubek, Aufsichtsratsvorsitzender EGH. Stehend v.l.: Matthias Heim, HSE AG, Andre Münker, Vorstand EGH, Daniel Seibert, Volksbank Dill, Armin Wickel, Vorstand Volksbank Dill, Dr. Natalie Setz, HSE AG, Markus Horn, HSE AG und John Schulz, HSE AG

Finanzierung durch regionale Finanzinstitute

Darmstadt – Die Energiegenossenschaft Haiger (EGH) beteiligt sich mit Wirkung zum 1. Januar 2014 mit 33,3 Prozent am 2013 errichteten HSE-Windpark in Haiger.

(WK-intern) – Am 17. Dezember unterzeichneten Vertreter der Energiegenossenschaft und des Darmstädter Energieversorgers HSE einen entsprechenden Kaufvertrag. Die Investitionssumme für die sechs Windkraftanlagen vom Typ Siemens SWT 2.3-113 betrug 30 Millionen Euro.

Mit dem Vertragsabschluss ist die Energiegenossenschaft nun mit einem Eigenkapital in Höhe von 2,2 Millionen Euro beteiligt. 4,4 Millionen Euro werden von der HSE gestellt. Die verbleibende Kreditsumme von 23,4 Millionen Euro wird von einem Konsortium aus mehreren regionalen Sparkassen und Volksbanken unter der Konsortialführung der WGZ Bank finanziert.

„Die Kooperation beim Windpark Haiger hat in zweierlei Hinsicht Vorbildcharakter. Zum einen können sich hier mehr als 400 Bürgerinnen und Bürger finanziell an der Energiewende beteiligen. Zum anderen profitieren regionale Kreditinstitute von der Finanzierung. Damit bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung in der Region. Dies ist gelebte Energiewende von unten“, erläuterte die HSE-Vorstandsvorsitzende Dr. Marie-Luise Wolff-Hertwig. Das Interesse der Bürger in Haiger und Umgebung jedenfalls ist riesengroß. Die 2012 gegründete Energiegenossenschaft Haiger hat über 400 Interessenten. Die notwendige Einlage von 2,2 Millionen Euro wurde bereits deutlich überzeichnet. „Die Menschen brennen schon darauf, sich endlich beteiligen zu können“, so Hans H. Freischlad, Vorstandsvorsitzender der Energiegenossenschaft Haiger.

Aufgrund der teilweise sehr hohen Kreditsummen, kommen bei großen Wind- und Solarparks meist nur Großbanken zum Zuge. Deshalb haben mehrere Kreditinstitute aus der Region eine gemeinsame Finanzierung aufgelegt. „Regionale Kreditinstitute würden sich gerne öfters an Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung beteiligen. Ein einzelnes regionales Kreditinstitut ist bei den im Windbereich notwendigen Investitionssummen schnell überfordert. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die WGZ Bank und durch die HSE haben wir in der Finanzierung ein tolles Gemeinschaftsprojekt etabliert, von dem alle beteiligten Kreditinstitute profitieren“, freute sich Armin Wickel, Vorstand der Volksbank Dill e.G.

Der Windpark mit einer Gesamtleistung von 13,8 Megawatt wurde im Frühjahr 2013 in der Nähe der Stadt Haiger (Lahn-Dill-Kreis) errichtet. Die sechs Windkraftanlagen produzieren zusammen jährlich 39 Millionen Kilowattstunden Ökostrom für über 13.000 Haushalte. Pro Jahr werden dadurch rund 20.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden. Haiger ist bereits die zweite Beteiligung einer Energiegenossenschaft an regenerativen Anlagen der HSE – weitere Beteiligungen sind geplant.

Die HSE und ihre Tochtergesellschaft ENTEGA gehören zu den größten Anbietern von klimaneutralen Energien in Deutschland. Die HSE investiert bis 2015 über eine Milliarde Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien. Ende 2013 hat das Unternehmen bereits rund 840 Millionen Euro investiert. Derzeit hat die HSE 14 Windparks, vier Solarparks, 129 PV-Anlagen auf Dächern und vier Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 290 MW in Bau oder Betrieb. Damit können pro Jahr rund 370.000 Tonnen CO2 vermieden werden.

PM: HEAG Südhessische Energie AG (HSE)

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