Einweihung von zwei Windenergieanlagen der neuesten Generation in Baden-Württemberg

Investitionen in Wind- und Wasserkraft eher vernachlässigt / Foto: HB
2 x ENERCON E-70-4 Windanlagen produzieren Ökostrom in St. Peter / Foto: HB

„St. Peter zeigt, dass der Windenergieausbau in Baden-Württemberg Fahrt aufnimmt“.

Ebringen – Mit diesen Worten drückte Umweltminister Franz Untersteller seine Anerkennung für die Realisierung von zwei Anlagen der neuesten Generation aus, die künftig zusammen 11 Mio. Kilowattstunden Strom per anno erzeugen.

(WK-intern) – Energisch verdeutlichte Untersteller: „Bei der anstehenden EEG-Novellierung kommt es darauf an, den Süden Deutschlands mit seinen großen Verbrauchszentren nicht durch verfehlte Fördermechanismen von der Windstromerzeugung abzukoppeln. Diese Gefahr sehe ich bei den derzeitigen Formulierungen im Koalitionsvertrag. Das Ergebnis wäre eine Energiewende mit halber Kraft und insgesamt höhere Kosten etwa für den Netzausbau.“

Die von der Ökostromgruppe Freiburg projektierten 3 Megawatt-Anlagen nehmen am 13.12. den Dauerbetrieb auf und erhöhen die umweltfreundliche Stromernte des Landkreises substanziell. Die Gemeinde St. Peter hat das Projekt immer unterstützt. Bürgermeister Rudolf Schuler wies stolz darauf hin, dass St. Peter inzwischen drei Mal so viel Strom aus erneuerbaren Energien produziere wie in der Gemeinde insgesamt verbraucht werden.

Der Standort für die Anlagen war mit Hilfe eines Zielabweichungsverfahrens des Regierungspräsidiums Freiburg genehmigungsfähig geworden. Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: Ich freue mich sehr, dass das Regierungspräsidium dazu beitragen konnte, dass im Regierungsbezirk Freiburg zwei weitere der leistungsstärksten WEA Baden- Württembergs in Betrieb genommen werden. Das Vorhaben ist ein weiterer wichtiger Grundstein der Energiewende in Baden Württemberg und sollte uns Ansporn sein, auf diesem Weg weiterzugehen. Ich appelliere an alle, Behörden wie Projektierer, die Beratungsleistung unseres Kompetenzzentrums Energie bei Bedarf in Anspruch zu nehmen“.

Eigentümer der Anlagen sind 226 Bürger aus der Region. ‚“Die Nachfrage von Interessenten bei derartigen Bürgerkraftwerken ist enorm und ermöglicht es uns, die regionale Wertschöpfung deutlich zu steigern, auch über die Auftragsvergabe beim Bau und Betrieb der Anlagen hinaus“, betonte Andreas Markowksy von Ökostrom. Sein Mitgeschäftsführer bei regiowind, Johann-Martin Rogg, stellte die Erfolgsgeschichte der letzten 10 Jahre von regiowind dar. badenova-Vorstand Mathias Nikolay: „St. Peter ist ein Musterbeispiel dafür, dass die Energiewende dezentral und nicht mit Großkraftwerken stattfindet“.

PM: Ökostrom Erzeugung Freiburg GmbH

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