Winterschlussverkauf bei Vattenfall: Senat spielt mit Stromnetz Lotterie

(WK-intern) – Zu den jüngsten Äußerungen des schwedischen Finanzministers zum Verkauf der deutschen Vattenfall-Sparte erklärt Luise Neumann-Cosel, Vorstand der BürgerEnergie Berlin:

„Jetzt ist die Katze endgültig aus dem Sack: Vattenfall will seine deutschen Tochterfirmen verkaufen. Dass nun auch der schwedische Finanzminister als Vattenfall-Eigentümer offiziell davon spricht, dass der Verkauf ab Herbst 2014 „vielleicht möglich“ sei, ist so deutlich wie ein Winterschlussverkaufs-Schild im Schaufenster.“

Nachdem der Vattenfall-Mutterkonzern zwei Banken mit Vorbereitungen für den Verkauf beauftragt hatte, hatten Vattenfall-Sprecher hierzulande die Verkaufsabsicht noch heftig dementiert. Nun ist klar, dass nach den schwedischen Parlamentswahlen der Verkauf der deutschen Vattenfall-Sparte – und damit auch des Berliner Stromnetzbetreibers ansteht.

Neumann-Cosel: „Der Berliner Senat darf die Verkaufsabsichten bei der Vergabe der Stromnetz-Konzession nicht länger ignorieren. Die Netz-Konzession unter diesen Umständen an Vattenfall zu vergeben, wäre unverantwortlich. Der Senat würde so mit dem Stromnetz buchstäblich Lotterie spielen. Denn Berlin müsste zusehen, wie Vattenfall mitsamt Stromnetz und 20-jähriger Nutzungserlaubnis an die meistbietenden Investoren verkauft würde.

Im besten Fall könnte der Senat das Stromnetz dann über komplizierte Rückabwicklungen wieder zurückkaufen – im schlimmsten Falle überhaupt nicht. Statt dies zu riskieren, sollte der Senat jetzt handeln und das Netz selbst zurückkaufen. Unsere Bürgergenossenschaft steht selbstverständlich bereit, sich an einem Kauf des Stromnetzes von Vattenfall zu beteiligen“

PM: BürgerEnergie Berlin unter http://www.buerger-energie-berlin.de/

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