Strom aus erneuerbaren Energien zu Verbrauchszentren und Pumpspeicherkraftwerken transportiert

Meilenstein für Alstom Grid in Österreich

Alstom schließt eine bedeutende Rahmenvereinbarung über GIS1-Schaltanlagen ab

(WK-intern) – Alstom und der österreichische Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid AG (APG) haben eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von 220-kV- sowie 380-kV-gasisolierten Schaltanlagen abgeschlossen.

Die Anlagen sollen zwischen 2014 – 2018 ausgeliefert werden. Das derzeit geplante Auftragsvolumen beträgt rund 67 Millionen Euro, wenn alle Optionen der Rahmenvereinbarung abgerufen werden.

Das österreichische Übertragungsnetz basiert auf einem 380-kV-Sicherheitsring. Der zunehmend aus erneuerbaren Energien erzeugte Strom aus Ostösterreich soll über diesen leistungsfähigen 380-kVSicherheitsring zu den Verbrauchszentren bzw. zu den Pumpspeicherkraftwerken im Westen transportiert werden. Um das zunehmende Stromaufkommen aus Erneuerbaren sicher bewältigen zu können, bedarf es vor allem der Fertigstellung der Salzburgleitung. Die Schaltanlagen von Alstom sind unter anderem für die Salzburgleitung vorgesehen. Außerdem sollen sie bei Anlagen zur Einspeisung von Windstrom im Osten Österreichs zum Einsatz kommen.

Mit dem Abschluss der Rahmenvereinbarung führt die Austrian Power Grid AG einen Technologieumstieg von AIS2– auf GIS-Schaltanlagen durch. Die gasisolierten Umspannstationen haben einen geringeren Platzbedarf – sie werden in der Regel kompakt in einem Gebäude untergebracht, so dass sie von Umwelteinflüssen abgeschirmt sind. Somit sind sie zuverlässiger und wartungsärmer als die bisherigen Anlagen, und sie sind gleichzeitig optisch unauffälliger.

Josef Reisel, Geschäftsführer der ALSTOM Austria GmbH in Wien: „Mit dieser Vereinbarung steigern wir den Marktanteil von Alstom Grid in Österreich im Bereich der Hochspannung. Die Ausschreibung der APG zählt zu den größten im Bereich des Übertragungsnetzes, und wir sind stolz, damit zum Ausbau des österreichischen Stromnetzes beizutragen.“

Alstom und APG haben bereits verschiedene andere Rahmenverträge im Bereich der Messwandler und Trenner abgeschlossen. Außerdem hat Alstom Komponenten für die Umspannwerke Tauern und Ernsthofen geliefert, die zu den vier wichtigsten Netzknotenpunkten in Österreich gehören.
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(1) GIS = Gas-insulated substations (gasisolierte Schaltanlage)
(2) AIS = Air-insulated substations (luftisolierte Schaltanlage)

Über Alstom in Österreich
Alstom Austria ist Teil des Alstom Konzerns, einem weltweiten Marktführer im Energie- und Transportbereich. Mit rund 93.000 Mitarbeitern in über 100 Ländern erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012/13 einen Umsatz von 20,3 Milliarden Euro. In Österreich ist Alstom mit zwei Standorten in Wien und Pasching bei Linz mit mehr als 100 Mitarbeitern vertreten, Geschäftsführer ist seit 2011 Dipl. Ing. Josef Reisel. Die Hauptgeschäftstätigkeit umfasst die Errichtung von Komponenten und Gesamtanlagen zur Stromerzeugung und -übertragung, die Modernisierung bestehender Anlagen und das Kundenservice, sowie Bahntechnik und Zugsicherungssysteme. Die Einbindung in einen weltweit tätigen Konzern garantiert den Kunden technologische Spitzenleistungen sowie individuelle Gesamtlösungen. Die Exporttätigkeit des Unternehmens beträgt rund 50 %, zu den wichtigsten Exportländern zählen Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, die Türkei und Bhutan. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Alstom Austria ist über die technische Kompetenz hinaus auch das umfangreiche Know-how hinsichtlich Projektentwicklung und Strukturierung komplexer Finanzierungsmodelle.

Über Austrian Power Grid AG
Die Austrian Power Grid AG ist der unabhängige Übertragungsnetzbetreiber Österreichs und für das heimische Übertragungsnetz auf der Höchstspannungsebene verantwortlich. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von 450 Spezialistinnen und Spezialisten betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen seitens Wirtschaft und Gesellschaft anpasst. Nur ein leistungsfähiges Übertragungsnetz macht es möglich, Strom aus erneuerbaren Energien in die europäische und die heimische Stromversorgung einzubinden und so die Energiewende zu verwirklichen. In enger Zusammenarbeit mit den Netzbetreibern der europäischen Nachbarländer schafft die APG mit einem leistungsfähigen Übertragungsnetz die Grundlage für die Entwicklung eines EU-weit liberalisierten Strommarkts und ist mit dafür verantwortlich, der österreichischen Wirtschaft und Gesellschaft Strom zu marktgerechten Preisen zu sichern

PM: Alstom

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