Bundesnetzagentur gibt mehr Planungssicherheit für Investitionen in Power to Gas-Projekte

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur
Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur / Pressebild

Bundesnetzagentur konsultiert Positionspapier Power to Gas

(WK-intern)Homann: “Mehr Planungssicherheit für Investitionen in Power to Gas-Projekte”

Die Bundesnetzagentur hat heute ein Positionspapier zum Thema Power to Gas veröffentlicht. Geregelt wird hierin die Einspeisung von aus erneuerbaren Energien erzeugtem Wasserstoff und synthetischem Methan in das Erdgasnetz (Power to Gas). Das Positionspapier kann bis zum 31. Januar 2014 kommentiert werden.

Bei Power to Gas handelt es sich um eine neuartige Technologie, mit der Strom in Wasserstoff oder synthetisches Methan umgewandelt wird. Diese Gase sind gut speicherbar und können wie fossiles Erdgas genutzt werden. “Für die Energiewende ist Power to Gas eine wichtige technologische Option”, sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. “Überschüssiger Strom aus Wind- und Sonnenenergie kann damit umgewandelt, in das Erdgasnetz eingespeist und dort gespeichert werden.”

Neben rein wissenschaftlichen Anlagen im Labormaßstab gibt es mittlerweile erste Pilotprojekte, bei denen Wasserstoff und synthetisches Methan aus Power to Gas-Anlagen in das Gasnetz eingespeist werden. Bislang hatten die Einspeiser, ebenso wie die betroffenen Netzbetreiber, mit erheblichen Rechtsunsicherheiten zu kämpfen. “Diese Unsicherheiten gilt es zu beheben”, erläuterte Homann. “Unser Ziel ist es, mehr Planungssicherheit für neue Investitionen in die vielversprechende Power to Gas-Technologie zu schaffen.”

So ist vorgesehen, die Position derjenigen Unternehmen zu stärken, die sich frühzeitig für die Entwicklung von Power to Gas engagiert haben. Künftig soll der Anlagenbetreiber, dessen Power to Gas-Anlage als Erstes an das Gasnetz angeschlossen wurde, seinen Wasserstoff vorrangig einspeisen dürfen. Dies ist von Bedeutung, da in vielen Gebieten der Wasserstoffanteil an der gesamten Gasmenge innerhalb eines Netzes aufgrund technischer Vorgaben nur bei maximal zwei Prozent liegen darf. Darüber hinaus regelt das Positionspapier unter anderem auch, dass bei der Einspeisung von Wasserstoff oder synthetischem Methan in das Gasnetz die Anforderungen von bestehenden Erdgastankstellen und Erdgas-Fahrzeugen an die Gasqualität berücksichtigt werden müssen.

Das Positionspapier Power to Gas:

Einspeisung von Wasserstoff und synthetischem Methan

Konsultation

Einspeiser von Wasserstoff und synthetischem Methan, die gem. § 3 Nr. 10c EnWG mittels Wasserelektrolyse und Methanisierung mit Strom und Kohlenstoffoxiden aus erneuerbaren Energien hergestellt wurden, genießen die Privilegierungen des Teils 6 der Gasnetzzugangsverordnung. Bei der Anwendung dieser Regelungen sind in der Vergangenheit allerdings Rechtsunsicherheiten aufgetreten, die für potentielle Einspeiser ein Investitionshemmnis darstellen. Aus diesem Grunde hat die Bundesnetzagentur zur Beantwortung aller bislang aufgeworfenen Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Einspeisung von Wasserstoff und synthetischem Methan, die aus erneuerbaren Energien erzeugt werden, ein Positionspapier erarbeitet. Dieses wird nunmehr öffentlich zur Konsultation gestellt. Neben Stellungnahmen zu den bereits aufgenommenen Fragen können auch neue Fragestellungen adressiert werden, sofern sie die Auslegung des § 3 Nr. 10c EnWG, der Vorschriften des Teils 6 der Gasnetzzugangsverordnung oder der §§ 20a, 20b Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) betreffen.

Alle Konsultationsteilnehmer werden gebeten, für ihre schriftlichen Stellungnahmen den ebenfalls veröffentlichten Anmerkungsbogen zu verwenden. Dies gilt insbesondere für Punkte, zu denen eine weitere Detaillierung oder Regelung für erforderlich gehalten wird.

Die Abgabe der Konsultationsbeiträge wird erbeten bis Freitag, den 31.01.2014 (Eingang bei der Bundesnetzagentur)

Bitte richten Sie Ihre Stellungnahme ausschließlich per E-Mail an kontakt-biogasanlagen@bnetza.de.

Positionspapier zur Einspeisung von Wasserstoff und synthetischem Methan in Gasversorgungsnetze (pdf, 56 KB)

Anmerkungsbogen zum Positionspapier (doc, 133 KB)

PM: Bundesnetzagentur

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