Eigentümer sind verpflichtet, erstmals ihr Trinkwasser analysieren zu lassen

Unterschriftenaktion: Wasser soll Allgemeingut bleiben / Foto: HB
Gesetzgeber will Bewohner unter anderem vor Infektionen mit Legionellen schützen / Foto: HB

Neues System zur Trinkwassererwärmung erspart Kosten und Ärger

Stichtag 31.12. für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern

(WK-intern) – Eigentümer von Mehrfamilienhäusern sind verpflichtet, erstmals ihr Trinkwasser analysieren zu lassen. Und zwar schnell: Die Frist für die erste Probe läuft am 31. Dezember aus.

So will der Gesetzgeber Bewohner unter anderem vor Infektionen mit Legionellen schützen. Eigentümer können sich ihre alte Warmwasseranlage innerhalb von zwei Tagen ersetzen lassen, teilt jetzt Solvis mit. Das Braunschweiger Unternehmen ist Spezialist für effiziente Heiztechnik und Trinkwasserhygiene.

Die neue Trinkwasserverordnung fordert von Eigentümern in Mehrfamilienhäusern, alle drei Jahre ein zertifiziertes Labor mit Wasserproben zu beauftragen. Das gilt für Häuser ab drei Parteien, die Speicher ab 400 Litern haben oder deren Warmwasserleitungen mehr als drei Liter fassen. Schon 2011 hatten sich prüfpflichtige Immobilienbesitzer beim Gesundheitsamt zu melden. Wird nun eine Belastung mit Keimen festgestellt, müssen sie den Befund innerhalb von zwei Wochen dem zuständigen Gesundheitsamt vorlegen. Die Eigentümer sind zudem verpflichtet, das Original der Untersuchung zehn Jahre lang aufzubewahren. Was passiert, wenn die Grenzwerte überschritten werden? „Dann kann der Eigentümer damit rechnen, dass man ihn gesetzlich verpflichtet, seine Trinkwasseranlage zu erneuern“, erläutert Heinrich Stüven, Vorsitzender des Hamburger Grundeigentümerverbandes.

Doppelter Nutzen
Der Gesetzgeber will mit der Maßnahme gefährlichen Krankheitserregern den Garaus machen. Denn veraltete Anlagen, in deren Leitungen Warmwasser bei Temperaturen zwischen 30 bis 45 Grad längere Zeit ruht, bieten Legionellen ein ideales Milieu für die Vermehrung. Gesundheitsämter schätzen, dass etwa 20 Prozent der Trinkwasseranlagen modernisierungsbedürftig sind. Eigentümer, die die Anlage erneuern lassen, verbessern den Hygienestandard und senken den Energieverbrauch um rund 15 Prozent. Solvis-Experte Karsten Woelk: „Von der höheren Energieeffizienz der Warmwasseranlage profitieren Eigentümer genauso wie deren Mieter.“ Mit der Modernisierung der Trinkwasseranlage steht Eigentümern auch die technische Plattform zur Verfügung, um Solarkollektoren nachzurüsten. „Die Energieeinsparung kann mit der Solarwärme-Nutzung um bis zu 30 Prozent steigen“, so Woelk.

Expresspakete für Eigentümer
Während in alten Anlagen das Warmwasser in großen Speichern teilweise tagelang steht, erwärmen bewährte Direktdurchlauf-Systeme das Trinkwasser genau dann, wenn es gebraucht wird. Bakterien wird der Nährboden entzogen. Mit dem „Expresspaket“ von Solvis ist es Eigentümern möglich, innerhalb von zwei Tagen zu modernisieren. „Wer saniert, befindet sich bezüglich der gesetzlichen Anforderungen auf der sicheren Seite“, erklärt Karsten Woelk. Verwalter von Mehrfamilienhäusern können sich beim „eco-Verwaltertag“ eingehend informieren. Diese im Herbst gestartete Veranstaltungsreihe setzt das jüngst mit dem GreenTec Award ausgezeichnete Unternehmen Anfang 2014 fort. Termine folgen unter solvis.de.

PM: Solvis

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top