Bresegard nachhaltiges kommunales Wärmekonzept: Biogas statt Heizöl

WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Bürgermeister Klaus Weinreich, Michael Schütt, Leiter Energiedienste, und Dr. Christian Frenzel, Abteilungsleiter im Energieministerium (v.l.) nehmen das Nahwärmenetz in Bresegard in Betrieb. Foto: WEMAG/Rudolph-Kramer
WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart, Bürgermeister Klaus Weinreich, Michael Schütt, Leiter Energiedienste, und Dr. Christian Frenzel, Abteilungsleiter im Energieministerium (v.l.) nehmen das Nahwärmenetz in Bresegard in Betrieb. Foto: WEMAG/Rudolph-Kramer

Biogas statt Heizöl

EDNO setzt in Bresegard nachhaltiges kommunales Wärmekonzept um

(WK-intern) – Die Energiedienste Nordost GmbH (EDNO), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der WEMAG, hat pünktlich zu Beginn der Heizperiode das neue Nahwärmenetz in Bresegard bei Picher in Betrieb genommen. Damit hat die EDNO nach dem Projekt in Berge ihr nächstes kommunales Wärmekonzept erfolgreich geplant und umgesetzt.

Die regenerative Energie wird in der Biogasanlage eines örtlichen Landwirtschaftsbetriebs erzeugt. Über eine etwa drei Kilometer lange Leitung gelangt das Biorohgas nach Bresegard und treibt im dortigen Heizhaus ein Blockheizkraftwerk an. Von da aus werden über ein Nahwärmenetz insgesamt 34 Gebäude in der Gemeinde versorgt. Neben Wohnhäusern befinden sich darunter auch das Gemeindehaus, das Sportlerheim und das Haus der Freiwilligen Feuerwehr. Bislang wurden die Gebäude über klassische Heizöl- oder Gasheizungen mit Wärme versorgt.

„Die Energiedienste Nordost GmbH ist das Bindeglied zwischen Erzeuger und Abnehmer. Ihre Aufgabe besteht darin, unter ökologischen und öffentlichen Gesichtspunkten eine energetisch wirtschaftliche Lösung für alle Beteiligten zu finden“, sagte Caspar Baumgart, Kaufmännischer Vorstand der WEMAG AG.

Die Einwohner von Bresegard können nun die alten Heizungsanlagen stilllegen und ihre Häuser mit günstiger und umweltfreundlicher Energie beheizen. Das ist auch der Biowärme Bresegard GmbH zu verdanken, die dieses Projekt mit jährlich 30.000 Euro unterstützt. Mit dem Anschluss aller Gebäude ergibt sich eine CO2-Ersparnis von fast 300 Tonnen pro Jahr. Außerdem werden die Heizkosten um rund 15 Prozent gesenkt. Die Gesamtinvestition der EDNO liegt bei fast 1 Mio. Euro.

„Die Europäische Kommission und das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert die Errichtung und den Betrieb des Nahwärmenetzes und der entsprechenden Speichereinrichtungen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung mit knapp 20 Prozent“, erklärte Dr. Christian Frenzel, Abteilungsleiter im Energieministerium des Landes MV und ergänzt: „Insbesondere im ländlichen Raum ist die Nutzung der Wärme von Biogasanlagen ein wichtiger Baustein, um die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen.“

Über die EDNO:
Die Energiedienste Nordost GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft des kommunalen Energieversorgers WEMAG. Die EDNO wurde im Januar 2012 gegründet, um Energiedienstleistungen im kommunalen Umfeld anzubieten. Ziel ist es, den Kunden einen messbaren Mehrwert zu liefern sowie die Verbräuche und Kohlendioxidemissionen zu senken.

Mit einer Energielieferung durch die EDNO ist es möglich, eine langfristige Beziehung zu den Kunden aus der Wohnungswirtschaft, den Kommunen, der Gesundheitsbranche und dem regionalen Gewerbe aufzubauen. Hierzu verfügt die EDNO über das technische, wirtschaftliche und juristische Wissen sowie die Erfahrungen für die Umsetzung. Dazu übernimmt der Energiedienstleister die Planung und investiert in technische Anlagen bei den Kunden. Außerdem wird sich um den optimalen Betrieb, den Brennstoffbezug sowie die richtige Wartung und Pflege der Anlagen gekümmert.

PM: EDNO

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